W E R B U N G
Dudelsack-Drehleier-Unterricht Alex Zwingmann

Mr. Hurley und die Pulveraffen – Voodoo

Die singenden Kanoniere haben sich mal wieder ins Zeug gelegt und eine neue Scheibe rausgeschossen.

„Voodoo“ beginnt mit „Leinen los!“. Ein atmosphärisches Meeresrauschen und Männerstimmen entführen den Hörer sofort nach Tortuga, weit in die Welt von Piraten und Schätzen. Das Akkordeon darf dabei nicht fehlen.

Das nächste Stück ist beim Live-Publikum schon länger sehr beliebt. Es geht um die Kochkünste des Smutjes und große Delikatessen. „Schrumpfkopf im Rumtopf“ ist für die Ohren allerdings ein höherer Genuss, als die aufgezählten Speisen. Der Wortwitz ist dabei auf den Punkt gebracht. Von der Melodie her lässt sich zu dieser Ode an den Koch gut feiern.

Ein absolutes Highlight der CDs von den Pulveraffen sind die Hörspiele, die die Story der Lightning, ihrem Kapitän und der Besatzung erzählen. Dieses Mal geht es um die Qual von Douglas Blake, dem Kapitän, mit einem ganz besonderen Ohrwurm.

„Seehilfe“ rockt dann in folkiger Manier die Seemänner. Über die Probleme, die man dann bei einem Landgang haben kann. Eine sehr mitreißende Melodie, bei der sicher keiner mehr grade und still stehen kann.

Etwas düsterer und zackig beginnt „Etwas vom Faden“. Die Percussion bringt diesem Song ein besonderes Feeling. Hexerei und Flüche machen auch vor den Weiten der See keinen Halt. Hier hört ihr die Anleitung für einige finstere Machenschaften.

Mit Meeresrauschen beginnt das nächste Stück. „Booty Island“ ist wieder ein fröhliches Lied, denn auf Booty Island scheint immer die Sonne. Außerdem muss man diesen Piraten-Männerchor gehört haben!

„Haare im Gesicht“ ist, wie der Name schon verrät, eine Ode an Buckteeth’s Bart. Die Relevanz von Bärten wird hier in aller Eindeutigkeit erklärt. Mit rauer Stimme singt kein geringerer als Buckteeth daselbst, wer könnte diesen Part auch besser übernehmen?

Es geht weiter mit dem nächsten Teil, der Saga um Kapitän Blake. Hier trifft er, von einer Voodoo-Dame geschickt, auf einen Leidensgenossen, der das Problem aber nicht wirklich besser macht.

„Alll!“ ist ein äußerst interessantes Stück über die kulturellen Verständigungsprobleme von Piraten. Ob es beim Mitsingen wohl zu Knoten in den Zungen kommt? Den Refrain würde ich zu gerne mal von der Menge gesungen hören.

Auch hier wird mit Wortspielchen nicht gegeizt. „Fette Beute“ erklärt, warum Mr. Hurley und die Pulveraffen einfach ein Problem haben, Groupies abzuschleppen.

Das beste Lied des Grusel-Grag’n’Roll ist „Die Legende von Daisy Jones“. Diese Piraten haben auf jeden Fall schon viel erlebt. Der Sound hier wird durch alle möglichen Geräusche und Instrumente bereichert. Der Soundtrack für einen ganz besonderen Tanz.

Unerwartet beginnt „Nüchtern“. Es erinnert eher an bayrische Folksmusik. Ein Lied über und von Morgan. Ein Lied, dass mit der ein oder anderen musikalischen Überraschung aufwartet. Sehr interessant und ungewohnt.

Kann Blake endlich seinen Frieden finden? Ich bin mir da nicht so ganz sicher… Der arme.

„Taljenblock“ erzählt eine Piratengeschickte. Eine typische Kettenreaktion, kann schon mal passieren. Der Taljenblock ist quasi ein Flaschenzug mit Flasche und eben dieser, verursacht hier größte Unannehmlichkeiten.

Auf „Urlaub“ habe ich mich persönlich schon sehr gefreut. Noch ein Klassiker, den das Publikum schon hören durfte. Auch Piraten dürfen mal frei haben. Die Musik ist auf Südsee-Sound ausgelegt. Da kann man sich die Pulveraffen sehr gut mit kleinen Blumenkettchen vorstellen, wie sie ihren Rum aus Kokosnüssen trinken. Das Solo der besonderen Art, großartig.

Schwungvoll geht es weiter mit „Haken an der Sache“. Das erklärt erstmal, wie so ein Pirat bestenfalls auszusehen hat. So manch einen Stil sollte nach Mr. Hurley aber nicht verfolgt werden.

„Ach ja!?“ ist unverzichtbar, wenn es um ein Konzert von den Pulveraffen geht. Auch auf CD ein lustiges Liedchen. Der kesse, aufmüpfige Witz der Kanoniere trifft hier auf allerlei Gegenwind.

Ohne irgendein Anzeichen von Hektik bastelt die Voodoo-Tante weiter an Captain Blake rum, der seine Geduld nun endgültig verloren hat. Verflixte Magie.

Zum Ende gibt es noch ein ruhiges stück. Das „Abschiedslied“ erklingt zur leisen Melodie einer Gitarre. Wirklich tolle Zeilen, die auch einem Nicht-Piraten ans Herz gehen. Über das Leben und die vergehende Zeit, lebt den Moment.



Fazit: Der Name „Voodoo“ ist bezeichnend für den musikalischen Inhalt in gepflegter Grog’n’Roll- Manier. Endlich gibt es Lieder, die schon des Öfteren Live gespielt wurden. Die Verbindung von Hörspielen und Musik finde ich ganz besonders, da habe ich mich sehr gefreut, dass man neue Geschichten hören durfte. Alle Fans von Mottobands und Comedy in der Musik sind hier ganz klar richtig. Eine kurzweilige Platte, die wirklich Spaß macht.

Wertung:     

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