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Faey - Golden Apples

Faey ist die neue Band der ehemaligen Faunsängerin Sandra Elflein.

Ihr Debütalbum „Golden Apples“ ist im März 2014 erschienen und entführt das Publikum in die folkig- romantische Welt von Faey. Produziert wurde das Album von keinem geringeren als Simon Michael von Subway to Sally.

Das Design ist auf alt getrimmt, die Cd selbst erinnert an eine vergilbte Postkarte. Sogar an die Briefmarke wurde gedacht ;)

Das Bookletcover ziert ein kleiner blauer Schmetterling. Im Inneren verbergen sich die Liedtexte in verschiedenen Schriftarten, Fotos der Band, die genauso gut in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entstanden sein könnten. Abgerundet wird das Booklet, welches vorwiegend in Brauntönen und schwarz gehalten wurde durch Zeichnungen. Es erinnert an ein altes Schatzkästchen und ist sehr hübsch gemacht.

Der Opener „Golden Apples“ ist ein Gedicht des irischen Schriftstellers William Butler Yeats, welches Sandra Elflein zu einem verträumten Lied vertont hat. Es nimmt einen mit auf die musikalische Reise von Faey und macht neugierig auf den Rest des Albums. 

Bei „The moon“ handelt es sich ebenfalls um ein vertontes Gedicht. Dieses Mal von dem schottischen Dichter Robert Louis Stevenson. In dem Lied geht es darum, was in einer Mondnacht so alles passieren kann, bis am Morgen die Sonne wieder aufgeht. Sandra's klare Stimme, sowie wunderschöne Violin- und Flötenarrangements machen das Lied zu einem echten Ohrwurm.

Das nächste Lied kommt in deutscher Sprache daher und heißt „Neue Wege“. Es stammt aus der Feder von Sandra Elflein. Der Text lädt zum Nachdenken ein. Es geht um Aufbruch, um Spielmänner und Königskinder und vermittelt die Message, dass es gut ist, manchmal einfach seinem Herzen zu folgen. So nachdenklich wie der Text ist, so mitreißend und beschwingt ist die Melodie. Eine sehr gelungene Mischung.

In „Sehnsucht“ hat Sandra wieder ein Gedicht bearbeitet - dieses Mal von Friedrich Schiller.

Es beschreibt das Gefühl in einem Käfig zu sitzen und erzählt, was die Sängerin alles gerne tun würde, wenn sie Schwingen und Flügel hätte und somit endlich frei wäre. Das Lied ist sehr verträumt, was durch die Klänge von Flöten, Gitarren und Drehleier unterstrichen wird.

„Armies in the fire“ ist wieder ein vertontes Gedicht von Robert Louis Stevenson. Bei diesem Lied wird Sandras feengleicher Gesang durch die warme Stimme von Andreas Baumann ergänzt, was dem Ganzen einen sehr harmonischen Touch verleiht. Auch hier gibt es wieder Soli von Geige und Flöten, welche den Zuhörer zum Träumen einladen und für einen Moment den Alltag vergessen lassen.

Bei dem Text von „Stürme“ hat Michael Boden von Subway to Sally einen Text von dem deutschen Schriftsteller Joseph von Eichendorff bearbeitet. In dem Lied besingt Sandra die Liebe und wie sehr es das Leben eines Menschen durcheinander wirbeln kann, wenn man sich verliebt. Eine wunderschöne Hommage an die stärkste Macht auf diesem Planeten: Die Liebe.

„Gipsy“ ist ein reines Instrumentalstück. Wen es da noch auf dem Stuhl hält, dem ist nicht mehr zu helfen. Das Lied wird dominiert von Sandras brillantem Geigenspiel und sollte als eines DER Tanzlieder auf keiner Folk-Party fehlen.

„Faey“ ist wieder ein vertontes Gedicht von Robert Louis Stevenson. Faey haben es in eine tolle Tanznummer verwandelt, welche zum Mitsingen und Klatschen einlädt.

Bei „Northerne Wynd“ haben Faey ein Gedicht aus dem England des 14. Jahrhundert vertont.

Der Text wird auf Alt-Englisch gesungen. Im Booklet findet sich aber auch eine Übersetzung in das heutige Englisch. Ein junger Mann besingt darin die Schönheit seiner Angebeteten und erzählt, dass er durch ihre Liebe des Nachts nicht mehr schlafen kann. Er bittet den Nordwind, seine Liebste zu ihm zu schicken. Starke Chöre und tolle Geigenarrangements geben einem das Gefühl vom Wind in die Ferne getragen zu werden.

„Armahan Kulku“ ist ein traditionelles Lied aus Finnland. Auch hier gibt es im Booklet eine englische Übersetzung. Die Band beweist mit dem Lied ihre Vielfältigkeit und dass sie keine Angst vor Sprachen außerhalb des Deutschen und Englischen haben. Sandras unverwechselbarer Gesang, Flöten, Trommeln, Geigen, Drehleier und Gitarren machen das Lied zu einem wahren Ohrenschmaus.

Bei „Die Blätter fallen“ kehren Faey zur deutschen Sprache zurück. Das Lied stammt aus der Feder von Sandra. Das Lied vermittelt dem Zuhörer das Gefühl eines sonnigen Herbsttages, an dem die Blätter von den Bäumen fallen und das Jahr langsam zu ende geht. Das ganze nicht ohne einen Streif der Hoffnung auf einen neuen Frühling am Horizont zu malen. Highlight des Liedes ist der starke und sehr kraftvolle Refrain, in dem Sandra wieder einmal beweist, was für eine tolle Sängerin sie ist.

„Another child“ ist wieder ein Gedicht von Robert Louis Stevenson, welches Faey in ein musikalisches Gewand gekleidet haben. Das Lied ist eine musikalische Reise durch die Kindheit, lässt den Zuhörer träumen und bildet einen schönen Abschluss dieser Reise in die Welt von Faey.

 

Fazit: Wie schön, dass Sandra Elflein wieder da ist. Sie hat mit ihrer Band Faey und Simon Michael als Produzent ein wirklich schönes Schatzkästchen an Musik geschaffen, welches bei keinem Folk Fan in der Cd- Sammlung fehlen sollte. Es lohnt sich, mal etwas genauer hinzuhören und die Musik auf sich wirken zu lassen.

Wertung:      

Eure Morgaine

 

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