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Dudelsack-Drehleier-Unterricht Alex Zwingmann

Waldkauz - Komm mit

Mit ihrem ersten Album „Komm mit“ präsentieren sich Waldkauz als Pagan-Folk-Band einer neuen Generation. Der Titel des Albums hängt eng mit der Geschichte des Waldkauzes zusammen, die euch die Bandmitglieder in unserem Interview erzählen:

http://www.tommeks-musikwelt.de/index.php?option=com_content&view=article&id=230:interview-mit-waldkauz&catid=14:bandinterviews&Itemid=133

Zuerst zum Design der CD. Wie gemalt guckt einem das Auge von der Frontseite entgegen. Die Hülle ist aus mattem Karton. Innen verstecken sich die CD und ein Booklet. Das Farbschema ist komplett in den Farben des Waldes gehalten. Im Booklet finden sich neben den Liedtexten noch Bandfotos und eine kleine Einleitung zu dieser CD.

Die musikalische Reise mit Waldkauz beginnt mit einem „Prolog“, der das Publikum mit leisen, gehauchten Worten mitnimmt in ihre Welt.

Und ohne große Umschweife beginnt übergangslos das erste Lied. „Midsummer‘s Night“ ist die Geschichte eines Liebespaares, wie es eben diese Nacht verbringt. Musikalisch harmonieren die eingesetzten Instrumente, wie Flöte und Drehleier, sehr gut und verschmelzen zu einem Bett für die erzählte Geschichte.

Ein wunderschönes, melodisches Intro leitet den Song „Kuun Valossa“ (Licht des Mondes) ein. Zu langsamer Instrumentalmusik beginnt ein leiser Singsang einzusetzen, der in einen Sprechgesang übergeht. Ab der Hälfte nimmt das Lied an Geschwindigkeit zu. An die harten und schrillen Flötentöne an dieser Stelle, muss man sich etwas gewöhnen. Da ist ein regelrechter Cut im Song.

Cernunnos“, Hüter des Waldes, keltischer Gott von Natur, Tieren und Fruchtbarkeit, ist Thema dieses Liedes. Ein langsames Lied, das sich auf einen Punkt hin zu verdichten scheint. Männer- und Frauenstimme verschmelzen und erzählen die Geschichte eines Wanderers, der die Macht von Cernunnos entdeckt.

Eine mitreißende Melodie fordert die Hörer zum Tanzen auf. „Tanzgeist“, der Titel, sagt schon alles.

Green Roots“ beginnt mit einer samtenen Flötenmelodie, um dann mit Trommeln ein wenig an Geschwindigkeit aufzunehmen. Ein klassisch, paganistisches Thema, ebenso wie Cernunnos. Ein wunderschöner Chorus mit Ohrwurmpotential.

Eher klassisch folkig, froh, verträumt und ein wenig wehmütig klingt „Emerald Isle“. Persönlich mag ich das Lied sehr. Es wird wohl vielen Folkern aus dem Herzen sprechen.

Schnell und leichtlebig, mit einem flotten Flötenspiel beginnt „Der 111. Geburtstag“. Als absoluter Tolkien-Fan denke ich natürlich sofort an Bilbos Feier unter dem großen Festbaum im Auenland. Mit diesem Sound könnten Waldkauz sicher auch eine Hobbitfeier großartig begleiten.

Viento y onda“ (Wind und Wellen) ist wieder ein Lied, das das Fernweh im Hörer weckt. Die Weite der Welt erwartet diejenigen, die den Mut haben, sich darauf einzulassen.

Etwas langsamer und zurück in heimische Gefilde geht es mit „Laub des Waldes“. Es wird der Kreislauf des Lebens besungen. Die Harfe setzt dabei in der Melodie klare Akzente.

Ein Lied, das den Geis des Festes „Ostara“ einfängt. Zu erst langsamen Klängen wird um Wärme und Licht gebeten, die die dunkle Jahreszeit vertreiben sollen und werden. Der Frühling beginnt und das Leben blüht von neuem auf. Später wird der Song schneller, und lebt quasi auf. 

Mit „Heiden unserer Zeit“ haben Waldkauz eine Hymne auf das naturgeleitete Leben geschrieben. Es ist ein Lebensgefühl, was sie hiermit vertreten. Da bin ich wirklich gespannt, wie dieses Lied wohl live klingt, denn diese Worte verdienen es, richtig gefeiert zu werden.

Zum Schluss folgt noch ein leises Lied. „Im Winde“ könnte zu Beginn auch ein Schlaflied sein, so sanft ist der Klang. Irgendwann setzen Trommeln ein und das Stück gewinnt doch an Geschwindigkeit.

Fazit: Sehr angenehm und erdig. Die Waldkauze haben einen Klang, der sowohl in fremde Welten entführt und doch nicht zu abgehoben wirkt. Teilweise scheinen die Instrumente sich in den schnellen Parts nicht ganz zu finden. Teils war der Sound etwas verwirrend, bis ich mich reingehört hatte. In den Folksongs hört man aber ganz klar die Stärke von Waldzauz heraus. Besonders zu empfehlen für Leute, die handgemachte Musik mögen, für Fans von Bands wie Omnia, Cesair, Faun. Sprachlich, sowie von der instrumentalen Seite, sind die Lieder vielfältig. Waldkauz ist auf jeden Fall eine vielversprechende Nachwuchsband, bei der es sich lohnt einmal reinzuhören. 

Wertung:     

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