W E R B U N G
MPS-Fotos.de - Die MPS-Fotocommunity

Jyoti Verhoeff – RiVen – Full Moon Dark Moon

Schon das Design der CD hat mich begeistert. Die neue CD von der Singer/Songwriter-in Jyoti und der Cellistin Maya Fridmann ist ein echter Augenschmaus, keine Frage.

Riven sieht aus, wie ein altes, beschlagenes Lederbuch, oder eine alte Tür, vor der schwarzer Nebel wabert und kleine Lichtpunkte tanzen. Die Doppel-CD ist zweiseitig konzipiert, auf der einen ist die CD Full Moon, auf der anderen Seite Dark Moon. Die Full Moon ist weiß, mit etwas Mondoberfläche, die Dark Moon schwarz wie die Nacht. Beide Cds liegen genau richtig, sodass die Schrift grade liegt und gut zu lesen ist. Das bedeutet, dass eine der CDs theoretisch auf dem Kopf steht, damit auch diese genau grade liegt, wenn man die Hülle von der anderen Seite aufklappt. Es wurde liebevoll auf jedes Detail geachtet. Die Bilder im Booklet sind etwas ganz besonderes, denn sie entstanden Unterwasser und spiegeln dadurch eine gewisse Schwerelosigkeit. In langen, roten und weißen Kleidern, schweben Jyoti und Maya durch Raum und Zeit.

Kommen wir nun zum eigentlichen, der magischen Musik des Albums. Das, was Jyoti Verhoeff macht, ist etwas ganz Besonderes und Eigenes. Persönlich hat der Klang ihrer Musik mich sofort fasziniert, als ich sie vor einem Jahr als Vorband bei FAUN gesehen hatte. Mit einer Mischung aus Piano, Cello, mehreren Gastmusikern, beispielsweise auf Harfe oder Hackbrett und Gesang ergibt sich ein Klangspektrum, das den Hörer komplett in seinen Bann ziehen kann. Maya und Jyoti sind wahre Könnerinnen auf ihren Instrumenten, das kann der Hörer in jedem Lied wahrnehmen.

Die Vielfalt des Klaviersounds ist interessant. Durch die Songs kann man beobachten, wie es sich manchmal leicht und spielerisch anhört und dann wieder schwer und fast befremdlich.

Im Großen und Ganzen können alle Lieder als eher langsam und getragen bezeichnet werden, es ergibt sich ein rundes und sehr angenehmes Hörerlebnis. Die Musik aber genau zu beschreiben, fällt mir schwer. Teilweise Blues-ähnlich, teils episch, wie Filmmusik. Die Lieder sind so detailreich, dass bei jedem Mal hören ein neuer Aspekt in der Melodie, im Gesang, im Einsatz der Instrumente entdeckt werden kann. Je nachdem, was man möchte, kann man sich auf einzelne Aspekte konzentrieren, oder die Musik im Ganzen auf sich wirken lassen. Dabei kann der Fluss des Albums den Hörer mit wegreißen.

Die Gesangparts mit Chor sind oftmals besonders aufgefallen. Im Einklang mit den Instrumenten ergibt sich eine harmonische Ergänzung. Die hohen Frauenstimmen haben dabei teilweise etwas Feenhaftes, Leichtes und Verspieltes, andererseits können die Stimmen auch klar, bestimmt und ausdrucksstark sein. Der Gesang ist ebenso vielfältig, wie die instrumentale Komposition.

Fazit: Diese Musik ist alles andere als Standard. Nicht für jedermann geeignet, weil sie sich nicht anpasst und dem Hörer von Chartmusik wahrscheinlich in Teilen fremd und komisch vorkommen mag. Ist man allerdings offen für Neues und Ungewöhnliches, dann begeistert Jyoti mit ihrer Musik. So vielseitig und mystisch, wie die Natur und das städtische Leben zusammen, ist diese Doppel-CD.

Können Punkte abgezogen werden, weil die Musik ungewöhnlich ist? Ich denke nicht, dass ich es für mich rechtfertigen könnte, da Punkte abzuziehen, nur weil ich annehme, dass es nicht jedermanns Geschmack treffen wird. Da an jeder Stelle des Albums sichtbar, hörbar spürbar ist, wie viel Mühe in allen Winkeln steckt, kann ich mit gutem Gewissen die volle Punktzahl vergeben.

Hier könnt ihr noch eine kurze Bandbeschreibung lesen: http://www.tommeks-musikwelt.de/index.php?option=com_content&view=article&id=197:jyoti-verhoeff&catid=36:bandvorstellungen&Itemid=138

Wertung:     

Zum Seitenanfang