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Dudelsack-Drehleier-Unterricht Alex Zwingmann

Ira Tenax - Portrait of the Fallen

Mit „Portrait of the Fallen“ liefern Ira Tenax ihr zweites Studioalbum ab und lassen es dabei ordentlich krachen. Die 10 Tracks mit einer Gesamtlaufzeit von etwa einer dreiviertel Stunde wird sicher den einen oder anderen Fan des melodischen Death Metals gefallen. Man muss wissen, dass die Band sich bereits 1999 gefunden hat, die erste Scheibe 2006 erschien und nun also 15 Jahre nach Bandgründung das zweite Album erhältlich ist. Ein vergleichsweise langsames Tempo, was vermutlich auch die Ursache für den Underground-Status der Band ist, den diese bis heute hat.

 

Dabei gibt die Band sich wirklich viel Mühe ihren Stil zu verändern, gerade Sänger Martin Schulz trägt mit vielen unterschiedlichen Gesangsstilen zum Abwechslungsreichtum der Scheibe bei, dennoch kommt die Gruppe nicht von dem für Untergroundbands typischen „Proberaum-Sound“ weg. Es gibt sicher Menschen, die darauf stehen, ich persönlich gehöre allerdings nicht dazu. Dazu kommt an einigen Stellen ein wenig überzeugender Mix zum tragen, bei dem die Stimme einfach mal im Sound der Gitarren untergehen, die über die gesamte Zeit auch etwas dumpf erscheinen, da es einfach an den Höhen fehlt.

 

Das alles zusammen klang jetzt zwar äußerst negativ, aber doch hat dieses Album etwas an sich, dass zu gefallen weiß. Gerade „On the Edge“, das letzte Lied auf der Platte, hat es mir angetan, denn es kann einfach durch das Gesamtpaket überzeugen. Die Gitarren liefern einen im Vergleich zu den anderen Songs einen saubereren Sound ab, und auch der Gesang wirkt deutlich enthusiastischer. Nur Schade das diese Steigerung erst so spät kommt, denn das die Jungs ihr Handwerk beherrschen haben sie damit bewiesen. 
Ira Tenax sollte jetzt schnell, das heißt in weniger als 8 Jahren, eine weitere Platte raushauen und dabei noch ein wenig am Mixing arbeiten. Bis dahin reicht es hier immerhin für die halbe Punktzahl.

 

Wertung: 

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