W E R B U N G
Dudelsack-Drehleier-Unterricht Alex Zwingmann

NOTHGARD - Age of Pandora

Mit „Age of Pandora“ liegt die zweite Langrille der Ende 2008 in Niederbayern gegründeten NOTHGARD vor und die Jungs um Frontmann Dom R. Crey (einigen sicherlich von Equilibrium bekannt) lassen sich nicht lumpen und öffnen nach einer filmscoremäßigen Intro auch gleich die Büchse der Pandora. Mein lieber Herr Gesangsverein, hier wird nicht gekleckert sondern aus allen Rohren nach vorne gebolzt. Die Produktion ist fett, der Sound kommt klar und differenziert aus den Boxen.

Gleich drei Gitarristen bauen hier eine kilometerhohe Riffwand auf, die auf einem Fundament aus präzise gespieltem Bass und wuchtiger Doublebass stehen. Dabei wird über das gesamte Album das Tempolimit ziemlich weit oben angesetzt und fällt nur selten ab um entsprechende Akzente zu setzen. Wie es sich für Melodic Death Metal gehört sind die Vocals entsprechend aggressiv, werden zwischendurch aber immer mal wieder von melodischem Gesang abgelöst, was der Auflockerung und Abwechslung zuträglich ist.

Die Bombastelemente in den Songs wirken nicht aufgesetzt und unterstreichen noch einmal die Wucht der Songs.

 

Die Jungs verstehen ihr Handwerk ohne Frage, das Zusammenspiel der Instrumente kommt auf den Punkt wie bei einem Schweizer Uhrwerk, die Soli sind abwechslungsreich.

„Age of Pandora“ ist in sich schlüssig und es gibt keinen schwachen Song. Jedoch liegt hier der Hase im Pfeffer, denn andersherum hat sich bei mir auch nach mehrmaligem hören kein Song so richtig festgesetzt oder veranlasst sofort die Repeat-Taste zu betätigen.

Schlussendlich hat mir das Album gut gefallen und wurde auch nach mehreren Durchläufen nicht langweilig. Wer das erste Album sein eigen nennt wird auch hier sowieso bedenkenlos zugreifen können und alle die mit Melodic Death was anfangen können, sollten auf jeden Fall auch ein Ohr riskieren; es lohnt sich in jedem Fall.

NOTHGARD haben mit „Age of Pandora“ die Messlatte weit oben angelegt und es bleibt nur zu wünschen, dass sie das hohe Niveau auf Dauer halten und ausbauen können, denn dann erwarten uns zukünftig noch einige richtige Brecher.

Tracklist:

01. Of Light And Shadow (Intro)

02. Age of Pandora

03. Blackened seed

04. Black witch venture

05. In blood remained

06. Anima

07. Obey the king

08. Wings of dawn

09. Mossback children

10. No one holds the crown

Wertung:     

Euer Rene

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