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Cesair – Dies, Nox et Omnia

Cesair, eine epic und mythic Folk – Band aus den Niederlanden, haben sich 2010 gegründet, um die Welt mit ihrem Mix aus alten fernöstlichen Sagen, dem Piratenleben und der keltischen Romantik zu bereichern.

Ihr Album Dies, Nox et Omnia wird auf dem Cover von einer Rose geziert. Diese Rose steht für die vier Windrichtungen und die Möglichkeit reisen zu können und Neues zu entdecken. Design und Schriftwahl geben demjenigen, der die CD in der Hand hält, einen ersten Eindruck, was ihn erwartet. Eine Reise in fremde und lang vergessene Welten, ausgeschmückt mit dem eigenen Klang von Cesair.

Der „Prologue“ fängt den Hörer ein. Im Hintergrund tobt ein entferntes Gewitter, zusammen mit einem tiefen Grundton. Eine Frauenstimme erklingt dazu. Es wirkt wie der Beginn eines Fantasyabenteuers, das in einer fernen und sagenumwobenen Welt spielt. Die musikalische Dramatik baut sich bis zu einem Höhepunkt auf, der zum nächsten Lied überleitet.

„Enuma Elish“ bedeutet so viel wie „Als Oben“ und ist der heutige Titel für den babylonischen Schöpfungsmythos. Dieser Mythos erzählt von der Entstehung der Erde. Ein starker Rhythmus beginnt und dazu steigt eine Drehleier ein. Der Sound ist vielfältig und wirkt durch die verwendeten Instrumente alt und geerdet.

„Minnic Soe Stervic“ beginnt erst langsam, nimmt dann aber ab der Mitte Fahrt auf und versprüht eine seefahrerische Atmosphäre.

Bei „Graeica“ beginnen tiefe Trommeln. Es entsteht mit Gitarre, Geige und Stimme ein episches Klangfeld, das zum Träumen anregt. Die tiefere Männerstimme von Thomas rundet diesen Eindruck ab. Die einzelnen Instrumente und Stimmen verschmelzen hier zu einer Einheit.

Etwas getragener zu Beginn geht es bei „Mal Casada“ weiter. Nach einer Art Intro wird das Lied schneller und bekommt einen schwungvollen Rhythmus. Es wird ein Sound kreiert, der den Hörer an Geschichten über Piraten und Seeleute erinnert.

Orientalische Klänge empfangen den Hörer. Hier wird die babylonische Göttin „Ishtar“ besungen. Sie ist die Göttin des Krieges und des sexuellen Begehrs. Ishtar wurde im alten Babylonien und in Assyrien verehrt. Die instrumentale Vielfalt, die Cesair bieten können, wird spätestens jetzt erkennbar.

„Bergatrolles Friari“, oder auch Herr Mannelig, ist eine bekannte schwedische Ballade. Eine Trollfrau versucht dort den Herrn Mannelig zur Hochzeit zu überreden. Energiereich und martialisch kommt der Sound des Liedes rüber, alt und so hart wie das nordische Wetter. Dazu erzählt die schöne Stimme von Monique van Deursen die hoffnungslose Geschichte der verfluchten Frau, die nicht vom Jüngling geheiratet wird, weil sie keine Christin ist.

Mit ruhigen Gitarrenklängen folgt ein dänisches Lied. „Du som har“ bleibt durchweg ein langsames und seichtes Stück. Eine Abwechlung zwischen den kraftvollen Songs.

„Canso“ ist ein tolles, tanzbares Stück. Erst langsam, baut es sich zu einem schnelleren, dynamischen Stück aus. 

Oisín ist ein Held aus den irischen Sagen. Dieser verliebte sich in eine Fee und ging mit ihr zusammen nach Tir na nóg, dem Land der Jungen, der Jugend. „The wanderings of Oisín“ ist auch der Titel eines Gedichts von dem irischen Dichter William Butler Yeats. Der Sound mit Drums, Gitarre und Geige erinnert an typische Folk-Stücke.

„Atiny Naya“ hat einen sehr exotisch, orientalischen Sound. Das Zusammenspiel der einzelnen Instrumente ist auch hier wieder sehr harmonisch.

Das Geräusch einer Brandung empfängt die Hörer bei dem Titelsong „Dies, Nox et Omnia“. Seichter, hoher Frauengesang verbindet sich mit dem Rauschen der Wellen. Langsam baut sich das Stück auf. Trommeln kommen dazu. Akkordeon und Geige geben dem Ganzen einen piratigen Touch. Der leise Gitarren-Teil mit Geige ergänzt den schnelleren Part.

Ein leises Lied, „Y Gododdin“, das nach einem walisischen Heldenlied benannt wurde. Dieses Lied beschreibt die heldenhafte Niederlage des Stammes der Gododdin gegen die Angelsachsen. Damit klingt die CD aus.

Fazit: Cesair schaffen es, unterschiedlichste Instrumente und die Stimmen zu Einheiten zu verschmelzen. Sie weben ihre Stücke, sodass ein harmonisches Ergebnis dabei herauskommt. Ich bin sehr begeistert von dem Sound, der auf Dies, Nox et Omnia geschaffen wurde. Dieser hat eine durchweg hohe Qualität. Für Folk-Freunde und Menschen, die von Pagan- und mystischem Folk begeistert sind, ist diese CD wärmstens zu empfehlen. Aber auch alle anderen können sich von Cesair in ferne Welten entführen lassen.

 

Wertung:     

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