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Dudelsack-Drehleier-Unterricht Alex Zwingmann

Cryptic Forest - Ystyr

Cryptic Forest ist eine deutsche Black-Metal-Band aus dem Schwarzwald. Sie besteht aus mehreren Mitgliedern der Pagan Metal-Band Finsterforst. 

Die Band wurde bereits 2003 als Black-Metal-Projekt von Komponist Simon Schillinger gestartet.
Nachdem sein musikalischer Fokus jahrelang eher auf die Schwesterband Finsterforst gelegen hatte, rekrutierte er alsbald die weiteren Mitglieder. Zwischen 2009 und 2011 wurde eine erste EP mit zwei Liedern aufgenommen, welche 2011 auf 500 Stück limitiert erschien. Nach rund 10 Jahren erschien Mitte August 2013 das Debüt-Album Ystyr.

 

Track 1: "Heralding Bleakness"

Mit "Heralding Bleakness" wird man in Yastyr eingeführt. Es ist schwierig die richtigen Worte zu finden um dieses sphärisch klingende Intro zu beschreiben. Meinen Geschmack hat es getroffen und sage deshalb: Gute Arbeit!

 

Track 2: "Winterstorms"

Episch! Ein starker Opener für das Album, der durch und durch interessant bleibt. An diesem Song gibt es aus meiner Sicht wirklich keine Schwachstelle. Hier wird ein aggressives und geniales Klangbild geboten. Downtempo, Blastpassagen, schwere Gitarrenarbeit und eine Stimme, die wirklich angewidert und wütend klingt, arbeiten hier sehr gut zusammen und erschaffen etwas  Großes. Das Ende des Songs ist die Spitze des Eisberges. Blastbeats, sparsam eingesetzte Chöre und Piano lassen "Winterstorms" wirklich wie einen Wintersturm klingen.

 

Track 3: "Throne of Fire"

Sehr technische Gitarrenarbeit und geradlinige Drums eröffnen "Throne of Fire". Für mich persönlich nicht spektakulär, aber gut. Nach etwa einer Minute wird der Song sehr interessant, hier lassen Cryptic Forest ihre Stärken in Sachen Epik und Aggression freien Lauf. Die Riffs sind makellos und die Chöre sparsam und zur richtigen Zeit eingesetzt.

 

Track 4: "Ystyr"

Es ist oft so, dass man sich von dem Titeltrack einer CD sehr viel erhofft, die Messlatte sehr hoch ansetzt und meistens leider enttäuscht wird. Bei "Ystyr" ist dies nicht der Fall. Nach den beiden vorherigen Stücken ist dieses hier das abwechslungsreichste. Es ist kraftvoll und sehr atmosphärisch. Am besten gefiel mir die Mitte des Songs, in der er sich voll und ganz entfaltet. Ab Minute 02:26 war ich dem Song komplett verfallen. Anhören!

 

 

Track 5: "Call to war"

Für mich ist "Call to war" das schwächste Stück auf dem Album. Ich werde in den sechs Minuten einfach nicht warm mit ihm. Woran das liegt kann ich nicht sagen. Der Song ist zwar abwechslungsreich und ein paar Riffs gefallen mir ganz gut, aber im großen und ganzen fehlt mir das „gewisse etwas“.

 

Track 6: "Crown of Ice"

Vom Beginn bis zur Mitte wird hier die Handbremse gezogen. "Crown of Ice" ist eine sehr einladende Verschnaufpause und dazu noch eine, die ins Ohr geht! Gut komponierte Riffs, schöne Solos und eine klasse Arbeit am Schlagzeug, alles wirklich sehr stimmig. Gegen Ende des Songs wird hier und da wieder aufs Gas gedrückt und der Aggression freien Lauf gelassen. "Crown of Ice"- Testergebnis: Sehr empfehlenswert.

 

Track 7:  "King of Cryptic Forest"

Der Titel macht mich neugierig und lässt mich viel erwarten. Allgemein ist der Song wirklich gut komponiert. Am Anfang erscheint mir "King of Cryptic Forest" etwas langweilig und nicht sehr originell. Ab der Mitte wird es für mich interessant. Hier kommen wieder alle Stärken der Jungs zum Vorschein und meine anfängliche Enttäuschung ist wie weggeblasen.

 

Track 8: "Smoldering"

Super! Ein rein instrumentales Stück bestehend aus Chor, Synthesizern und sehr sphärischen Tönen. Lieder dieser Art sind immer gefährlich auf einer Platte, sie können die gesamte Atmosphäre vernichten oder noch mehr zum strahlen bringen. Hier strahlt es ohne Ende. "Smoldering" ist  einfach und gut. Ganz große Sache!

 

Track 9: "Creatures of the dark"

"Creatures of the dark" klingt wie eine Zusammenfassung aller Stärken dieses Albums. 09:20 Minuten voll mit Epik und Majestät. Was hier abgeliefert wird ist stumpf gesagt schöne Musik. Mich jedenfalls hat "Creatures of the dark" überzeugt.

 

Hab ich die Platte über den Klee gelobt? Vielleicht, aber das hat sie auch verdient. Hier gibt es kaum Schwachstellen und wenn es welche gibt, werden diese gleich vergessen oder gar nicht erst wahr genommen. Die Gitarrenarbeit und das Drumming sind ohne Makel. Der Gesang (obwohl nicht sehr abwechslungsreich) klingt kräftig, wütend und ist bei jedem Stück mit vollem Elan eingesetzt. Ganz wichtig: Ich empfehle "Ystyr" jedem der gerne Immortal hört. Steinigt mich ruhig dafür aber mir kamen beim hören immer wieder Immortal mit "sons of northern darkness" in den Sinn.

Kaufen und hören!

Wertung:     

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