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TRAGODIA - Mythmaker

TRAGODIA wurde bereits 1996 als Gothic-Metal-Band gegründet und hat seit Veröffentlichung des Debütalbums im Jahre 2006 eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt.

Mit aggressivem Drumming  und viel Gitarren Power setzt "Cry among the Stars" schon mal eine deftige Duftmarke. Nicht nur durch die zahlreichen Rhythmuswechsel ist der Song recht unruhig und verlangt dem Hörer  Geduld ab.
"The Oracle and the Muse" startet ruhig bis die Drums im wahrsten Sinne des Wortes zuschlagen. Der Herr Vaserati spielt so rasant und überaus variabel, dass es eine Freude ist. Die teils mehrstimmigen Vocals sind mal melodisch, mal aggressiv.
Mit "Temple in Time" kommt für mich der erste Höhepunkt des Albums. Nach Keyboard Einleitung herrscht ein Rhythmus vor, der zum headbangen einlädt. Schöne Gitarrensolos mit ordentlichem Bass passen sich perfekt zum Piano an.
"Wisdom in the Medows of Sorrow" steigt wieder hart ein. Brachiale Drums kämpfen gegen die donnernden Gitarrenriffs um die Vorherrschaft. Einige hohe Screams erinnern stark an Judas Priest und setzen markante Akzente.


Bei "Tidal Waves of Greatness" handelt es sich um eine Ballade. Es wird zu Anfang und am Ende eingerahmt durch den Einsatz von Akustikgitarren und wird durch stark auf spielenden Gitarren aufgewertet. Auch der Gesang von Meloni ist passend zu dem Song ruhiger und klarer. Die bei allen Stücken vorhandene Melancholie kommt hier noch stärker zum Tragen.
Das Titelstück "Mythmaker" ist hart und finster von der Stimmung her, nur ein wenig aufgelockert durch die Keyboards.
Als Bonus-Track hat Tragodia ein älteres Stück, "Downfall of the Ancient", in einer neuen Version mit auf die Scheibe gepackt. Ich muss sagen, der Song zählt sogar zu den besten des Albums. Gewohnt vielschichtig, mal hart und sanft, mal melodisch so erhält man ständig neue Eindrücke die man erst nach mehrfachem Hören verarbeiten kann. 

 

Unterm Strich sollte jeder Hörer mal mindestens ein Ohr riskieren, denn TRAGODIA machen auf „Mythmaker“ eine wahrlich großartige Figur. Der Genremix mag zu Beginn etwas verwirren, hat man sich jedoch erst mal reingefuchst, bringt das vorliegende Album jede Menge Freude. Kleine Abstriche kann man gut verschmerzen, hat man doch mit „Mythmaker“ einen ziemlich vielfältigen Brocken musikalischer Überraschungen vor sich. Ich bin überzeugt.

Wertung:     

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