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DreamTheater -- "DreamTheater"

Das mittlerweile zwölfte Album der Amerikanischen Progressive Metal - Legende Dream Theater steht seit diesem Jahr in den Läden und wurde von Fans der Gruppe sehnlich erwartet. Es ist das zweite Album der Band, welches ich vollständig höre und ich kann sagen, dass Dream Theater hier vieles richtig machen, das Album jedoch nicht der große Wurf ist wie es auf einige der Vorgängerscheiben wohl zweifelsohne zutraf.

Ihrem Stil bleiben die Amerikaner mit dem selbstbetitelten Langspieler "Dream Theater" treu. Auf einer Spielzeit von stattlichen 67 Minuten finden sich so ziemlich alle Trademarks, für die die Band bekannt und beliebt ist. Eingängige Melodien, ohrwurmhafte Hooklines, rasante Gitarrensoli und natürlich der unverwechselbare Gesang des Frontmannes James LaBrie, welcher neben seiner Tätigkeit bei Dream Theater auch eine Solokarriere führt. Das instrumentale Intro "False awakening Suite" ist mit ordentlichem Bombast arrangiert und erinnert an ein Stück epischer Filmmusik. Dieses Gefühl ist ein Markenzeichen der Dream Theater - Musik und findet sich auch auf diesem Album an einigen Stellen wider. In Sachen Eingängigkeit punktet es ebenfalls, überspannt hierbei den Bogen oftmals aber deutlich. Man wird bei einigen Liedern das Gefühl nicht los, dass die Band auf Nummer Sicher gehen  und bombensichere "Hits" ohne Vermittlung von Gefühlen produzieren wollte. Das Endprodukt hiervon sind Lieder wie "The looking Glass", welches gut im Ohr bleiben kann, dem Hörer sonst aber einfach nichts mitgeben will. Das gewisse Etwas, das ein Lied immer wieder anhörbar macht, fehlt einigen Stücken dieses Albums einfach, wodurch nach etlichen Songs das Gefühl bleibt etwas Gutes, aber auch seltsam belangloses gehört zu haben.

 

 

Auf das ganze Album trifft dies natürlich bei Weitem nicht zu. Sehr positiv sticht der Song "Behind The Veil" heraus, welcher von der Band, besonders durch die Stimme LaBries emotional und glaubhaft vorgetragen wird und den für mich besten Refrain des Albums hat. Eingängig, aber nicht zu aufdringlich im Ohr haftend, genau richtig eben.  Meiner Meinung nach das Glanzstück des Albums. Und natürlich darf auch bei Album Nummer 12 ein virtuoser Langtrack, bei dem die Band ihr ganzes Können noch einmal auf die Spitze treibt, nicht fehlen. "Illumination Theory" nennt sich das 22-minütige Werk und auch wenn es bei einer so langen Spielzeit nicht immer einfach ist mit voller Konzentration mitzuhören, lohnt es sich allemal. Es kommen viele verschiedene Facetten zur Geltung, die einem auch nach mehreren Hördurchläufen wohl noch gar nicht bewusst sind. Im Mittelteil herrscht ein orchestraler Part vor, davor und danach gibt es Progressive Metal in seiner Reinform, wobei die Band die überlange Spielzeit des Songs ausnutzt, um ihr vollständiges Potenzial zu entfalten. Keine Minute des Stücks ist langweilig oder gar unhörenswert, das Lied ergibt ein großartiges Gesamtbild und ist ein in sich geschlossenes, wenn auch nicht sofort zugängliches, sehr gelungenes Stück.

 

Fazit: Licht und Schatten bei der Traumtheater - Aufführung 2013. Sehr gut gelungene und in Richtung Belanglosigkeit abdriftende Songs wechseln sich ab und verwirren den Hörer dadurch bisweilen. Insgesamt ist "Dream Theater" aber ein stimmiges Progressive Metal - Erlebnis, das Fans der Gruppe zufriedenstellen und nicht enttäuschen wird. Wer mit Dream Theater etwas anfangen kann, kann bedenkenlos zugreifen.

 

Anspieltipps:

Behind the Veil

Along for the Ride

Illumination Theory

 

Wertung:     

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