W E R B U N G
Dudelsack-Drehleier-Unterricht Alex Zwingmann

Efrén López - El Fill del Llop

Efrén López zählt zu den führenden Künstlern der Weltmusik. Der gebürtige Spanier lebt in Griechenland und berherrscht ca. 60 Instrumente.

„El Fill del Llop“ ist das neunte Album des Ausnahmemusikers und wurde bei dem französischen Label Buda Musique veröffentlicht. Zur Unterstützung hat er sich verschiedene Künstler der Weltmusik mit ins Boot geholt.

Das Booklet ist in die CD-Hülle eingeklebt. Die CD selbst zieren verschiedene Plektren. Mal was anderes.

Die Fotos des Booklets sind sehr dunkel gehalten. Man sieht Efrén mit Instrumenten oder Teile von Instrumenten. Schön und ohne unnötigen Schnick- Schnack.

Im Booklet findet man viele interessante Informationen zu den einzelnen Liedern in katalanischer Sprache, Spanisch, Englisch und Französisch.

Die elf Lieder haben ihren Ursprung in verschiedenen Kulturen.

So ist der Opener „Kurtoglu Zeybegi“ eine Hommage an Efrén' s Baglama-Lehrer, welche durch zarte Instrumenten-Soli und treibende Rhythmen besticht.

„Plaerdemavia“ bedeutet „Freude meines Lebens“. Zarte Flötentöne zu Beginn entführen den Zuhörer in eine Welt aus tausend und einer Nacht. Augen zu und träumen!

„Como al pie del suplicio estuve“ ist eine Liaison aus spanischem Flamenco, einer türkischen Balama und der unvergleichlichen, leidenschaftlichen Stimme Raúl Micó' s.

Nach der Türkei und Spanien besuchen wir nun (musikalisch) Griechenland. „O gios tou lykou“ bedeutet übersetzt „Der Sohn des Wolfes“. Es macht Lust zu tanzen und neugierig auf die Vielfalt der griechischen Klangwelten.

„Aralik“ (Ferahfezá) bringt uns wieder zurück in die Türkei, genauer nach Istanbul. Efrén schrieb dieses Lied zusammen mit seiner guten Freundin Meira Segal, welche bei dieser Aufnahme neben Evgenios Voulgaris und Sofia Lambropoulou mitwirkt. Weiter geht es mit „Asbe sangi“ in den Iran. Efrén hat dieses Lied dem iranischen Instrumentenbauer Mazdak Ferydooni gewidmet, der seine kurdische Tanbur gebaut hat, welche diesem Lied seinen ganz besonderen Charme verleiht.

„Lo boièr / Iria“ lernte Efrén von Maria Laffitte. Nach ihrem Tod interpretierte er das Lied zusammen mit ihrer Tochter Miriam Encinas neu. Die Stimme von Ivan Lopéz verleiht dem Lied etwas Erhabenes und macht es zu einer Hymne. Die Instrumente sind gekonnt zurück genommen und lassen den Gesang für sich sprechen. “Vallsabollera“ entführt den Zuhörer ins Mittelalter. Von Lauten getragene Melodien malen Bilder, wie es wohl bei Hofe zugegangen sein mag. Auch hier gilt wieder: Augen zu und sich in ferne Welten entführen lassen. Mit dieser Musik sollte das ein Kinderspiel sein.

„Bourrées de la Carrasca de la Vaca“ ist ein Liebeslied an die Drehleier. Es handelt sich bei diesem Lied um einen französischen Tanz, den Efrén neu interpretiert hat. Ein Hochgenuss für jeden Drehleier-Liebhaber.

„Azinhaga“ ist ein zum Tanzen einladendes Lied, welches dem ersten portugiesischen Literatur- Nobelpreisträger José Saramago gewidmet ist.

„Abracadabra“ bildet eine großartiges Finale diesen wunderschönen Albums. Eine musikalische Reise durch Teile Südeuropa und des Orients geht zu Ende. Schade.


 

Fazit:

Das Album ist nicht nur für Liebhaber der Weltmusik ein absolutes Muss. Orientalische Melodien, breite Klangteppiche, die in andere Welten entführen und Instrumente, bei denen sich ein zweites und drittes Mal Hinhören auf jeden Fall lohnt, sind ein echter Schatz in jeder guten Musiksammlung.

 

Eure Morgaine

Wertung:     

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