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Cryptex - Madeleine Effect

Cryptex ist eine Progressive-Rock-Band aus Hannover und Salzgitter. Die Jungs (Simon Moskon: Lead Vocals, Piano/Keys, Bass & Misc; André Jean Henri Mertens: Lead-& Rhythmguitar, Backing Vocals & Misc; Marc Andrejkovits: Bass, Rhythmguitar, Backing Vocals & Misc; Simon Schröder: Drums, Cajón, Backing Vocals & Misc) haben ihre Band 2008 gegründet und am 24.04.2015 ihr viertes Album „Madeleine Effect“ veröffentlicht (beim Label SAOL).

 

Das Cover des Albums ziert ein schwarzer Scherenschnitt einer Dame mit heraus gestreckter Zunge und beigem Hintergrund. Im Booklet finden sich neben den Songtexten Fotos der Band, sowie stimmungsvolle Fotos verschiedener Art.

Der Madeleine Effekt beschreibt das Phänomen, welches auftritt, wenn man durch einen bestimmten Geruch an ein bestimmtes Erlebnis aus der Vergangenheit erinnert wird.

 

 

Hier die Tracklist:

  1. The knowledge of being

  2. Ribbon tied swing

  3. When the flood begins

  4. Romper Stomper

  5. Stroking Leather

  6. Release my body

  7. Madame De Salm

  8. Orange blossom city girl

  9. Melvins coolercoup

  10. A quarter dozen in ounces

  11. New York Foxy

  12. Anthem of glory

 

Im Opener „The knowledge of being“ besingen die Jungs das Leben und das Sein. Sie erinnern daran, dass es wie eine Achterbahn ist, mal auf und mal ab geht. Man weiß eben nie, was kommt.

Fast schon kirchlich anmutend beginnt das Lied und gewinnt nach und nach an Kraft und Ausdrucksstärke. Die einzigartige Stimme von Simon Moskon wird von exzellent gespielten Gitarren und dem Backgroundchor seine Mitmusiker eingehüllt. Das Lied hat was von einem Gospel und erinnert ein wenig an die Hippie-Hymnen der späten 60er/frühen 70er.

„Ribbon tied swing“ beginnt mit krachenden E-Gitarren und Piano-Akzenten. Simon Moskon erzählt in dem Lied davon das Vergangene, Negative hinter sich zu lassen und neu anzufangen („I turn around and walk decided to a door. I clear the drawbacks out of my way.“). Besonders herausragend ist in diesem Song die großartig gespielten Gitarren-Soli. Die Jungs wissen was sie tun!

Ein Feuerwerk der Klänge eröffnet „When die flood begins“. Piano, E-Gitarren und ein Sound, der quasi die Funken sprühen lässt bieten den perfekten Auftakt für Simon Moskon' s leidenschaftlichen Gesang. Später gesellen sich noch Streicher dazu und machen das Lied zu einem Gesamtkunstwerk. „Please let me in, please let me in, when the flood begins, when the flood begins. They're singing. Ohohoooo....“- Man kann gar nicht anders als bei „When the flood begins“ mitzusingen. Wieder einmal überzeugt ein grandios gespielter Gitarren-Mittelteil, welcher von Synthesizern begleitet wird.

Ziemlich zackig und stakkato ist das von Akustik-Gitarren dominierte „Romper Stomper“. Eine schöne Abwechslung zu den bisherigen Liedern der Platte.

Ein Hauch von Urlaub am Meer bringt das Akkordeon in „Stroking leather“ mit sich. Perfekt in den typischen Cryptex- Sound eingebettet harmoniert es hervorragend mit den anderen Instrumenten und bringt Simon Moskon' s Stimme noch mehr zur Geltung.

„Release my body“

 

„Madame De Salm“ wird von starken Chören dominiert. Besonders gut gelungene Vocal- Arrangements sorgen hier für den perfekten Sound und werden sanft von Piano und Gitarre umschmeichelt.

„Orange blossom city girl“ ist absolut mitsing- und gemütlich-abzappel-tauglich. Der Text geht schnell ins Ohr und spätestens beim zweiten Mal hören stellt sich das Mitsingen des „Oooohooohooo“ von allein ein. Bei genau wie bei „Melvins coolercoup“ und „A quarter dozen in ounces“ besticht bei diesem Song besonders das brillant gespielte Piano.

 

„New York Foxy“

 

 

Zum Schluss verzaubert „Anthem of glory“ noch einmal die Gehörgänge und es lässt einen fast schon ein wenig wehmütig werden, dass dies das letzte Lied der Platte ist.

 

Fazit:

Abwechslungsreich, experimentell und alles andere als Mainstream. Starke Chöre, eine grandiose Solo-Stimme und perfekte Instrumental- Arragements bereiten einen einzigartigen Hörgenuss. Die Texte sind sehr kryptisch. Sie bieten viel Raum für Interpretationen, weshalb es auch gar nicht so einfach ist, sie in ein paar Sätzen zusammenzufassen. Hört sie euch am besten selbst an. Für Fans des gepflegten Prog-Rock, Liebhabern von vielschichtigen Klangteppichen und epischen Hymnen, sowie Rock-Nostalgikern mit einem Hang zur Hippie-Kultur ist diese Album auf jeden Fall empfehlenswert! 

Weitere Infos, Tourdaten, etc. bekommt ihr hier:

http://www.cryptexmusic.com/

https://www.facebook.com/cryptex.band/

 

Wertung:     

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