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Metusa – Dreckfresser

Das zweite Album in der momentanen Besetzung ist draußen!

Metusa haben das Grundkonzept und die Farbgebung von „Zahn der Zeit“ auch bei „Dreckfresser“ beibehalten. Frech und eigenwillig zeigt sich die Band. Die Bilder haben durchaus etwas von Punk. Da ist man doch gespannt auf den Klang. Leider haben sich im Booklett ein paar Flüchtigkeitsfehler in der Rechtschreibung eingeschlichen.

Zackig gesungene Lyrics bestimmen den Sound des neuen Silberlings. Dabei macht „Dreckfresser“, der Titelsong, mit seiner gradlinigen Kritik keine Ausnahme. Wer die Geschichte der Band kennt, kann in diesem Song allerhand Geschehnisse wiedererkennen.

„Barfuß am Strand“ hat einen besonders auffälligen Refrain, der ein wenig an mittelalter/rockige Beach Boys erinnert. Allgemein sind Sound und Lyrics aber viel rockiger.

Mit „Salomon“ kommt Gesellschaftskritik in Metusa-Form. Starke Riffs und klarer Dudelsacksound sind die Würze für den Gesang und unterstreichen das Statement.

Seichte Töne schlägt „Alles wird still“ an. Ein wundervolles Duett, das die Fragen vieler liebender Menschen aufwirft. Eine Beziehung kommt nicht von ungefähr. Da kommt es zu eben den hier angesprochenen Wünschen. Eine ruhige und sanfte Ballade, mit schönen Flötenparts.

Typisch für Metusa ist immer eine gewisse Unangepasstheit, die sich bei „Du gehst mir auf den Sack“ mit mitreißendem Sound verbindet. In diese Kategorie kann man auch „Halt mich fest“ stecken. Der aus einer etwas anderen Perspektive die gleiche Sichtweise vertritt.

„Krieger“ verbindet die Vorstellungen eines tapferen Kämpfers mit der Gesellschaftskritik an der heutigen Arbeitswelt. Es verbindet Menschen mit einer bestimmten Motivation und Gedankenwelt. Musikalisch ist „Krieger“ tanzbar und motivierend.

Mich persönlich hat „Die die gehen“ am meisten bewegt. Es ist eine Hymne an jene, die diese Welt bereits verlassen haben. Ein Partylied der etwas anderen Art. Aber genau diese Einstellung, dem Tod gegenüber, ist es, die ich mir (mal ganz persönlich) auf meiner Beerdigung wünschen würde. Ein wenig melancholisch, werden ordentlich die Erinnerung und das Leben gefeiert.

Weiter geht es auch bei „Die Party“. Dem Liednamen folgend gibt’s hier Feiermusik vom feinsten. Dieser Sound zieht Live bestimmt!

Maritimer wird es bei „Übers Meer“. Gecovert haben Metusa dieses tolle Stück von Rio Reiser. Lyrics und Melodie sind in jeder Version wundervoll.

„Alles ist dunkel“ wirkt wütend und depressiv, auch wenn der Sound stark ist. Vielleicht die richtige Untermalung für die midlife crisis. Die Melodie ist trotz allem sehr feierbar. Dieser Kontrast ist sehr interessant.

Als Abschluss gibt es „Der Mond ist aufgegangen“. Die klassischen Lyrics, die zum ersten Mal 1779 veröffentlicht wurden, in Verbindung mit dem Metusa-Sound ergeben ein großes Erlebnis. Diese Version ist vielfältig und schön zu hören. Ein runder Abschluss für den neuen Silberling.

Fazit: Ja, Metusa haben sich in der Zeit, in der sie nun bestehen verändert und Veränderung ist gut und notwendig. Die neue Platte hat ihre Ecken und Kanten, die aber auch Metusa zu der Band machen, die sie momentan sind. Ehrlich und gerade kommen ihre Lieder daher, ohne viel Schnickschnack und Tamtam.

Wertung:        

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