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Patricia Kelly - Grace & Kelly

Musikerin, Buchautorin, Botschafterin gegen Brustkrebs, Dozentin, Mutter und Teenie-Idol der 90er Jahre. Patricia Kelly (Jahrgang 1969) zählte vor gut 20 Jahre zusammen mit ihrer Familien-Band The Kelly Family zu den erfolgreichsten Bands der damaligen Zeit. Mit Hits wie „First time“ und „Like a queen“ (gesungen von ihrer Schwester Barby) schrieb Patricia Kelly nicht nur ein paar der erfolgreichsten Kelly- Lieder, sondern berührte auch Millionen Herzen und würde zum Vorbild vieler Teenie- Mädels und zum Schwarm vieler Jungs.

Anfang des neuen Jahrtausends wurde es ruhiger um die Kellys. Die Bandmitglieder begannen eigene Wege zu gehen- musikalisch und privat.

Patricia Kelly ist inzwischen zweifache Mutter, verheiratet und lebt ein anderes Leben als früher. Durch schwere Schicksalsschläge wie u.a. eine Brustkrebserkrankung hat sich bei ihr vieles verändert.

Am 25.03.2016 brachte sie mit Hilfe einer Crowdfunding- Kampagne im Internet ihr neues Album „Grace & Kelly“ heraus. Ich durfte mir dieses Kunstwerk für euch einmal genauer anhören.

Cover und Booklet sind in zarten Pastelltönen gehalten. Innen ist die CD-Hülle pink. Auf den Fotos wirkt Patricia wie eine zarte Elfe, fast schon zerbrechlich und nachdenklich. Im Booklet finden sich die Songtexte, sowie Making off- Fotos des Albums. Auf den letzten beiden Seiten stehen Danksagungen (u.a. werden einige Fans namentlich genannt, da diese das Album durch Crowdfunding mit unterstützt haben).

 

 

Hier die Tracklist:

  1. They cut me down

  2. Don't say a word

  3. I'll hide under your coat

  4. Is this it

  5. Let's go dancing on the roofs

  6. I don't want to fight

  7. Little mama

  8. I'll get up and walk

  9. Little brother

  10. Don't you speak

  11. A new room

  12. Beautiful life

 

„They cut me down“:

 

Im Opener „They cut me down“ erzählt Patricia Kelly, dass man mit Liebe auch aus schweren Zeiten (gestärkt) heraus gehen kann. Welch schöne Message. Erst läuten sanfte Piano-Klänge das Lied ein, später kommen Drums und E-Gitarren dazu. Der Refrain geht sofort ins Ohr und animiert zum Mitsingen.

Weiter geht es mit „Don't say a word“ und einem weiteren rührenden Text. In dem Lied geht es darum, dass man manchmal keine Worte braucht um einander zu verstehen („Cause our hearts oh they are sewn together...“). Umso überraschender kommt dann das Ende vom Text mit den Worten „But you and I know it's just a lie....Don't say a word. Some things are better left unsaid.“ Piano und Drums begleiten dezent im Hintergrund den Gesang und legen den Focus so auf den Text. Im Refrain gesellt sich eine Geige hinzu und ergänzt die musikalische Untermalung perfekt. Das Instrumentalsolo im Mittelteil wirkt ein wenig wie eine Zeitreise in die 80er. Welch gekonnter Break.

Sehr nachdenklich und etwas schwer beginnt „I don't wanna fight“. Getragen vom Piano beschreibt Patricia die schweren Zeiten des Lebens. Eine wunderschöne Power-Ballade, die zu Tränen rührt. Patricia singt von Momenten, wenn man einfach nicht mehr weiter machen kann und nicht mehr weiter machen will. Als gläubige Christin bezieht sie in dem Text auch Gott mit ein, fragt ihn, ob es falsch ist und sie ihn traurig macht, weil sie nicht mehr kämpfen und nicht mehr leben will. Sie klagt an, ist verzweifelt, fragt wo ihre Jugend geblieben ist was das Leben ihr angetan hat.

Für einige mag es undankbar klingen, wenn man bedenkt, dass die Kellys in den 90er Jahren große Erfolge mit ihrer Musik gefeiert haben. Hier ist ein Blick hinter die Kulissen angesagt. Patricia hat vor einiger Zeit ihre Autobiographie „Der Klang meines Lebens“ veröffentlicht, in dem sie zum Teil humorvoll, zum Teil schonungslos ehrlich von den schweren Zeiten und den Schattenseiten des frühen und enormen Ruhmes berichtet. Wenn man das Buch gelesen hat, kann man den Text von „I don't wanna fight“ vielleicht etwas besser verstehen.

Das Lied „Little Mama“ ist eine nicht mehr ganz so düstere Fortsetzung von „I don't wanna fight“. In „Little Mama“ erzählt Patricia Kelly von ihrer verrückten Familie, ihrem früheren Leben als erfolgreiche Musikerin und dass sie zum Glauben gefunden hat und sich selbst nun als „little mama“ und „a little pilgrim with a battle in my head“ sieht. Frech und fetzig ist hier die Musik. Ein Hauch von Jazz und Swing begleitet hier den Gesang und lädt zum Abtanzen und Mitsingen ein.

 

Fazit:

Patricia Kelly ist erwachsen geworden. Kaum noch etwas erinnert an die alten Kellyzeiten. Ihre Musik klingt reif, hat aber keines Falls an Gefühl oder Liebe zum Detail verloren. Im Gegenteil. Auf ihrem neuen Album kommt Patricia's wunderschöne Stimme besser zur Geltung denn je. Egal ob rockig, bei sanften Balladen oder jazzig angehauchten Nummern- sie brilliert in fast jedem Genre und singt mit voller Hingabe. Die Texte sind wie ein Spiegel ihrer Seele. Nix mit Mainstream-Pop á la „hauptsache es gefällt der breiten Masse“, sondern einfach pur Patricia, die mit ihrem ganz eigenen, modernem Stil sicher nicht nur alte Kellyfans in ihre Welt entführt und verzaubert.

Für Fans von Piano-Pop, sanftem Rock, starken Balladen, Powerfrauen-Stimmen, Sängerinnen wie Annett Louisan und Alexa Feser.

 

Weitere Infos, Tourdaten, das Album „Grace & Kelly“, etc. bekommt ihr hier:

https://www.facebook.com/PatriciaKelly.Official/

http://www.patricia-kelly.com/

Wertung:     

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