W E R B U N G
Radio-Schattenwelt - Das Online Gothic Webradio

Lubomyr Melnyk - Illirion

Der kanadisch-ukrainischer Pianist Lubomyr Melnyk (Jahrgang 1948) gilt als Legende des Klavierspiels. Man sagt ihm nach, er sei der schnellste Pianist. Unzählige Veröffentlichungen und Konzerte gehen auf das Konto des charismatischen Musikers, der mit Rauschebart und einer unvergleichlichen Spielweise das Publikum seit Jahrzehnten in seinen Bann zieht.

Lubomyr Melnyk veröffentlichte am 06. Mai 2016 bei Sony Music sein neues Album "Illirion".

Hier die Tracklist:

  1. Beyond romance

  2. Solitude no. 1

  3. Sunset

  4. Cloud no. 81

  5. Illirion

Wie ein Wasserfall plätschert „Beyond romance“ dahin. Ziemlich schnell wird ein mitreißender Strom daraus, welcher durch einzelne Akzente die an das sanfte Plänkeln einzelner Wassertropfen erinnern den Zuhörer weiter in seinen Bann zieht.

Ein Klangteppich, der den Zuhörer auf eine wunderschöne musikalische Reise mitnimmt. Das Lied klingt nach Aufbruch, trägt viel Bewegung und Bewegendes in sich.

„Solitude no. 1“ ist etwas nachdenklich, um einiges schwerer als der Opener. Ebenso komplex wie genial erscheint auch dieses Stück in Lubomyr's unvergleichlichem Stil. Aufwühlend mit einem Hauch Melancholie besticht „Solitude no. 1“.

Man fragt sich besonders bei „Sunset“ wie Lubomyr Melnyk es schafft das Lied so klingen zu lassen, als ob mindestens 6 Hände gleichzeitig das Klavier bedienen. Beeindruckend! Das Lied ist ein wahres Feuerwerk der Töne, welches zum Ende hin ein wenig ausläuft.

„Cloud no. 81“ erinnert ein wenig an Filme wie „Die fabelhafte Welt der Amélie“ und „Wenn Träume fliegen lernen“. Wunderschön zart gespielte Melodien laden zum Träumen ein. Augen zu und genießen ist hier angesagt! Das Lied eignet sich hervorragend um nach einem stressigen Tag zu entspannen. Dadurch, dass es so abwechslungsreich ist und durch ein hervorragendes Zusammenspiel von Stakkato und Legato, sowie weiteren musikalischen Raffinessen besticht, kann man ihm ewig zuhören, ohne dass es eintönig wird.

Zu guter Letzt entführt „Illirion“ noch einmal in eine Märchenwelt aus Musik. Der rote Faden des Albums ist auch hier eindeutig erkennbar. Durch verschiedene Tempi bekommt das Stück eine ganz eigene Dynamik, erzählt quasi eine Geschichte und bildet ein grandioses Finale.

 

Fazit:

Nicht nur für alt eingesessene Klassikfans, sondern auch, bzw. gerade für jüngeres Publikum dürfte dieses sehr abwechslungsreiche Album eine wahre Offenbarung der klassischen Pianomusik sein. Voller Hingabe und Präzision gespielt vermag „Illirion“ die Zuhörer mit auf seine Reise zu nehmen und zu bewegen. Einfach wunderschön.

Weitere Infos, Tourdaten, etc. bekommt ihr hier:

http://www.lubomyr.com/

https://www.facebook.com/lubomyrmelnyk

Wertung:     

Zum Seitenanfang