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Phil Collins - But seriously

Ex Genesis-Drummer und Rocklegende veröffentlichte im November 1989 mit „But seriously“ sein viertes Studioalbum.

Am 10.06.2016 kommt eine Deluxe-Version des Albums heraus (beim Label Atlantic Records/Warner Music Entertainment).

Es handelt sich hierbei um ein Doppelalbum, welches neben dem Album „But seriously“ die Scheibe „Extra seriously“ beinhaltet. Das Booklet, welches sich auseinander falten lässt anstatt ein Heft zu sein erklärt Phil Collins mit einer Mischung aus Ernst und britischem Humor warum er das Album Re-mastered hat. Zudem finden sich einige Fotos, sowie die Songtexte und Basic-Infos zu den Liedern (welcher Musiker welches Instrument bedient hat).

 

Hier die Tracklist:

CD 1 („...But seriously“):

  1. Hang in long enough

  2. That's just the way it is

  3. Do you remember?

  4. Something happend on the way to heaven

  5. Colours

  6. I wish it would rain down

  7. Another day in paradise

  8. Heat on the street

  9. All of my life

  10. Saturday night and sunday morning

  11. Father to son

  12. Find a way to my heart

 

CD 2 („Extra seriously“):

  1. Hang in long enough (live)

  2. Something happend on the way to heaven (live)

  3. Colours (live)

  4. Saturday night and sunday morning (live)

  5. Always (live)

  6. Find a way to my heart (live)

  7. Thats how I feel (B-side)

  8. You've been in love (a little bit too long) (B-side)

  9. Another day in paradise (Demo)

  10. That's just the way it is (Demo)

  11. I wish it would rain down (Demo)

  12. Hang in long enough (Demo)

  13. Do you remember? (Demo)

 

Mit krachendem 80er-Jahre-Sound beginnt die Platte. Re-mastered ist eben nicht gleich komplett neu gemacht. In „Hang in long enough“ geht es darum, dass Dinge passieren, von denen man niemals gedacht hätte, dass sie möglich wären. Doch es gibt immer einen Weg, einen Schlüssel, wenn man nur will. Die Live-Version des Songs bringt Konzertfeeling ins Wohnzimmer. Die Stimmung des Konzertes ist super eingefangen und gibt dem Zuhörer ein wenig das Gefühl selbst beim Konzert dabei gewesen zu sein.

Weiter geht das Retro-Feeling mit „That's just the way it is“. Dieses Mal etwas ruhiger und nachdenklicher. Der Fokus liegt hier eindeutig auf Phil Collin's unvergleichlicher Stimme. Zum Ende hin kommen dezente E-Gitarren dazu und lassen den Song wie eine Hymne klingen. Der Text erzählt davon, dass jemand alles für einen tun würde. Allerdings muss man auch etwas dafür tun, da das Leben weiter geht und es irgendwann zu spät ist.

„Do you remember“ ist eine schöne Ballade, zu der sicher viele Teenies in den 80ern auf der Tanzfläche erste Annäherungsversuche beim anderen Geschlecht gewagt haben. „Colours“, „Heat on the street“ und das rein instrumental präsentierte „Saturday night and sunday morning“ bieten hingegen eine Abtanzgarantie vom Allerfeinsten.

Fetzig geht es weiter. „Something happend on the way to heaven“ macht einfach Laune und bringt auch Menschen, die erst nach 1989 das Licht der Welt erblickten das Feeling diesen einzigartigen Jahrzehnts näher. Ein schöner Kontrast zu dem doch etwas schweren Text. In dem Song besingt Phil Collins eine tragische Liebesgeschichte. Er erzählt davon, dass er vieles erst zu schätzen weiß, als er es verliert. Er gesteht Fehler ein, entschuldigt sich bei seiner Liebe und fleht sie an zu ihr zurück zu kommen. Tragisch, kitschig, nachdenklich und wunderschön. Auch hier bringt die Live-Version wieder das Konzertfeeling nach Hause und lädt zum Mittanzen ein.

Einer von Phil Collins' bekanntesten Hits dürfte „Another day in paradise“ sein. Das Lied handelt von einem Mann, der eine Obdachlose auf der Straße sieht. Ihm wird bewusst, dass sie, so unterschiedlich jetzt auch sein mögen, eines Tages im Paradies gleich sein werden, bzw. es im Grunde genommen jetzt schon sind. Fast schon meditativ erklingt das Lied. Dann geht es mit Synthi weiter, wobei auch bei diesem Lied ganz klar der Fokus auf Gesang und Text liegen. Absolut zu recht ein absoluter Evergreen und ein Lieblingslied von so vielen. Auf „But seriously“ gibt es das Lied in der Demo-Version. Erkennbar, aber mit einem deutlichen Unterschied erklingt das Lied Schlagzeug-lastiger und mit die Gesangsparts wurden stellenweise mit etwas Hall unterlegt. Eine sehr geile Version dieses Hammer-Songs!

„All of my life“ besticht durch ein hervorragendes Saxophon-Solo zu Beginn und wird dann zur Schmuse-Ballade mit stimmgewaltigen Chören im Refrain.

Traurig und zugleich schön wird es bei „Father to son“. In dem Lied sing ein Vater (vom Himmel/der Anderswelt aus?) zu seinem Sohn. Er gibt ihm Ratschläge für das Leben und für die Liebe. Er ermutigt ihn wieder aufzustehen, wenn er hin fällt und sagt ihm, dass er immer bei ihm sein wird („Just look over your shoulder, I'll be there. If you look behind you, I will be there.“). Musikalisch haben wir hier eine 80er-Ballade wie sie im Buche steht. Sanfte E-Gitarren, ein paar Synthi ein dezentes Schlagzeug begleiten Phil' s unverwechselbare Stimme.

„Find a way to my heart“ macht noch einmal richtig gute Laune und ist ein würdiger Abschluss des Albums.

Fazit:

Was für eine Zeitreise in das Jahrzehnt von Vokuhila, Neo-Leggins und Co. Eine alte Platte in neuem Gewand. Nicht wirklich neu, aber dennoch gut gemacht. Toll ist, dass auf der zweiten CD die Lieder u.a. in Demo-Versionen zu hören sind und man so eine etwas andere Sichtweise auf die Tracks bekommt. Zudem gibt es Songs wie „Always“ und „That's how I feel“, welche auf der „But seriously“- CD nicht zu hören sind.

Phil Collins ist es gelungen die alten Klassiker zu entstauben und ins Jahr 2016 zu katapultieren, ohne die Lieder komplett auf den Kopf zu stellen und ihnen ihren Charme und Wiedererkennungswert zu nehmen. Von Balladen über Hymnen bis hin zu rockigen Abtanznummern ist alles dabei.

Für Fans von den 80er Jahren, genialer Retro-Mukke, handgemachter Rockmusik und guten Texten mit Herz.

Wertung:     

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