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Zam Helga - Monster

Der 1968 in Neustadt an der Weinstraße geborene Künstler (u.a. Musiker, Fotograf) Zam Helga blickt schon jetzt auf eine bewegte Karriere zurück. Sascha Schuppert-Raetzer, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, gründete im Jahre 1990 die Band „Helga Pictures“, zog in die USA und nahm seine ersten Platten auf. Mit seinen Bands („Helga Pictures“, „Friends of Zulu“ und „Rauhfaser“) drehte er etliche Videoclips und wurde 1996 für den VIVA-Videopreis „Komet“ nominiert. Seit 2005 steht Zam Helga wieder vornehmlich solo auf der Bühne und brachte 2015 mit „Monster“ bei Soulfood sein aktuelles Album heraus. Zur musikalischen Unterstützung holte er sich hier Flo König (Drums bei „Krieg und Frieden“, Peter Kumpf (Drums bei „Die Hand“) und Ella Estrella Tischna (Chor bei „Krieg und Frieden“) mit ins Boot.

 

CD und Booklet befinden sich in einer schwarz-weißen Papphülle. Früher eine Rarität, heute eine schöne und ökologische Alternative zur Plastikhülle.

Auf dem Cover ist ein Portrait von Zam Helga abgebildet. Auf der Rückseite befindet sich die Tracklist. Im Inneren des Booklets findet man einige Fotos des Künstlers, kunstvolle Fotographien von der Studioarbeit, die Liedtexte, die Gitarren-Tabs zum Nachspielen, sowie einige Infos zum Album. Sehr künstlerisch, stilvoll und schick in schwarz-weiß.

 

Hier die Tracklist:

  1. Krieg und Frieden

  2. Die Hand

  3. Nathalie

  4. Sommerwind

  5. Herbst ist da

  6. An deiner dunklen Wand

  7. Bin ein König

  8. Der Damm muss brechen

  9. Monster

  10. Stumme Kreatur

  11. Nimm es nicht fort

 

Der Opener „Krieg und Frieden“ beschreibt die Vergänglichkeit, die letztendlich in (fast) allem steckt. Das Lied rüttelt auf, ermahnt die positiven Dinge im Leben zu stärken, warnt gleichzeitig vor den Schatten, die an jeder Ecke lauern und erinnert an das gute alte Karma: „Hilfe, die du unterlässt, sie wird dir einmal verwehrt.“ Das Instrumentalintro überzeugt durch genial gespielte Gitarren und nimmt den Zuhörer sofort mit. Zam' s markante Stimme trägt den Text perfekt und macht auf die Message des Liedes aufmerksam. Drums, dezente Streicher und ein leichtes Klingeln im Hintergrund runden den Sound perfekt ab.

Bei „Die Hand“ steht die Gitarre im Vordergrund und bietet das perfekte Gewand für den Text. Dieser prangert die ungerechte Verteilung der Reichtümer in der Gesellschaft an. Das Lied erinnert daran, dass man zusammen stark ist und ruft dazu auf über seinen eigenen Tellerrand zu schauen und nicht diejenigen zu vergessen, denen es schlechter geht als einem selbst. Zumal der Reichtum der einen auf Kosten der anderen „gebaut“ wird...

„Nathalie“ hat einen leichten orientalischen Touch.

„Sommerwind“ erklingt mit Streichern und Percussioninstrumenten und greift hier die orientalischen Klänge des vorherigen Liedes auf. Erst ruhig baut sich das Lied nach und nach zu einer wahren Hymne auf. Zam Helga's großartige Stimme zieht den Zuhörer zusätzlich in ihren Bann und erweckt die Sehnsucht nach Freiheit, Aussteigen und einfach mal sein.

„Herbst ist da“ ist wieder eine tolle gitarrenlastige Singer-/Songwriternummer, welche zum Ende hin zum Tanzen einlädt. In dem Lied singt Zam Helga vom Vergänglichen und vom Gehen. Wenig Worte, die aber dennoch nachdenklich machen und durch ihr kryptisches Gewand Spielraum für eigene Interpretationen lassen.

„An deiner dunklen Wand“ beginnt leicht meditativ und greift später wieder in die Orientkiste. Sehr schön, abwechslungsreich und vielschichtig. Zam versteht es verschiedene Stile und Instrumente zu einem großen Ganzen zu kombinieren.

Bei „Bin ein König“ haben wieder Gitarren und Streicher ihren großen Auftritt. Die perfekte Untermalung für den leicht melancholischen Text.

„Monster“ ist etwas kryptisch. Auf den ersten Blick geht es darum sich in seinen Gedanken zu verlieren, keine Klarheit in das Chaos im eigenen Kopf zu bekommen. Alles scheint möglich und gleichzeitig auch nicht. Musikalisch ist das Lied eher ruhig. Der Fokus liegt ganz klar auf dem Text.

In „Stumme Kreatur“ prangert Zam Helga an, dass viele Menschen nur die Oberfläche eines anderen sehen und sich vorschnell ein Urteil über ihn bilden. Er ermutigt in dem Lied hinter die Fassade zu sehen und die „Stumme Kreatur“ einfach mal sprechen zu lassen. Der rote Faden des Albums ist auch hier klar erkennbar. Es ist eine gute, handgemachte Akustik-Nummer die mit perfekt gespielten Gitarren aufwartet und darum ohne unnötigen Schnickschnack auskommt.

 

Fazit:

Kryptisch, sozialkritisch, nachdenklich. Musikalisch ist die Platte einfach nur genial. Zam Helga beherrscht seine Instrumente wie kaum ein anderer, überzeugt mit großartig gespielten Gitarren, kombiniert diese mit orientalischen Klängen und einer einzigartigen Stimme. Wer gute, eher ruhige Musik, ohne viel Rambazamba, dafür mit tollen Texten und genial gespielten Instrumenten mag, sollte sich „Monster“ von Zam Helga auf keinen Fall entgehen lassen.

Für Fans von Singer-/Songwritermusik, Ethno-Folk, Gitarren-Folk und Efren Lopez.

Weitere Infos, Tourdaten, etc. bekommt ihr hier:

https://www.facebook.com/zamhelgamusik

http://www.zamhelga.de/

https://de.wikipedia.org/wiki/Zam_Helga

 

Wertung:     

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