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Dudelsack-Drehleier-Unterricht Alex Zwingmann

Tarja - The shadow self

Metal-Queen und Ex-Nightwish-Stimme Tarja veröffentlichte am 05.08.2016 beim Album earMUSIC ihr Album „The shadow self“. Mit ihrem Prequel-Album „The brightest void“ gab es im Juni schon einen kleinen Vorgeschmack auf das nun erscheinende Werk.

Die Single „Innocence“ erschien bereits am 24.Juni 2016.

Zur gesanglichen Unterstützung hat sie sich „Arch Enemy“- Powerfrau Alissa White-Gluz und ihren Bruder Toni Turunen mit ins Boot geholt.

Beim Albumcover und Booklet hat sich die finnische Powerfrau was besonders schickes einfallen lassen. Das Cover kommt durch einen leichten 3D-Effekt in einer besonders coolen und interessanten Aufmachung daher. Elegante, ausdrucksstarke von Tarja Fotos bei denen die Farben schwarz und weiß dominieren, sowie die Songtexte füllen das Booklet. So weit, so normal. Wer wissen will, was auf dem Cover und im Booklet steht braucht gute Augen und den richtigen Lichteinfall, da hier einfach mal Ton in Ton, sprich schwarz auf schwarz (glänzend auf matt) gearbeitet wurde. Sehr raffiniert und eine schöne Abwechslung zu anderen Booklets, aber nicht immer einfach lesbar.

Die Special- Edition des Albums enthält neben der CD eine DVD mit einem Interview, sowie zwei Video-Clips.

Man bekommt es aber auch als MP3- Download und als Vinyl zu kaufen.

 

Hier die Tracklist:

  1. Innocence

  2. Demons in you (with Alissa White-Gluz)

  3. No bitter end

  4. Love to hate

  5. Supremacy (Muse Cover)

  6. The living end

  7. Diva

  8. Eagle eye

  9. Undertaker

  10. Calling from the wild

  11. Too many

 

Mit starken Pianoklängen eröffnet „Innocence“ das Album. Starke E-Gitarren durchbrechen diesen zarten Klangteppich und bereiten Tarja' s unverwechselbarer Stimme eine grandiose Bühne. Das Piano bekommt bei diesem Lied seinen ganz großen Auftritt. Nicht nur im Intro, sondern auch als Wunderwaffe der Emotionen im grandiosen Mittelteil setzt Tarja das Instrument gekonnt ein und erzeugt Gänsehautmomente. Dezente Backing-Chöre unterstützen stellenweise den Gesang in den Strophen.

Der Text erzählt vom großem Umbruch und dass alles möglich ist.

Hier das Video zum Song:

 

 

 

In „Demons in you“ geht es um die eigenen inneren Schatten, die jeder mit sich trägt. Tarja greift in dem Lied das Titelthema des Albums auf und besingt die dunkle Seite ihrer selbst. Krachig, laut und mit teuflischen Gesängen ist dieses Lied ein wahres Sahnestück des Syphonic-Metal. Für noch mehr Frauenpower sorgt „Arch Enemy“- Powerfrau Alissa White-Gluz. Wo bei „Innocence“ das Piano seinen großen Auftritt hatte setzt Tarja jetzt auf fetzende E-Gitarren und harte Bassläufe.

Etwas ruhiger wird es bei „Love to hate“. Allerdings nur musikalisch. Piano, Akustikgitarren und Streicher lassen das Lied zu einer wahren Hymne werden. Der Text ist düster, erzählt davon, dass es kein zurück mehr gibt und dass die Abrechnung ganz zum Schluss erfolgt. Ein grandioses Stück in dem Tarja' s Klassik-Wurzeln besonders gut zur Geltung kommen.

Dem MUSE-Cover „Supremacy“ verpasst Tarja gekonnt ihre eigene Note, verändert das Lied aber nicht komplett. Genial hier ihre sirenenhafter Gesang, welcher durch Synthi und Drums noch verstärkt wird.

„The living end“ bekommt durch Akustik-Gitarre, Dudelsack, Rassel und anderen Percussion-Instrumenten einen leichten Folk-Touch. Ein absoluter Stilbruch des Albums. Gleichzeitig zeigt Tarja hier, dass sie auch andere Genres als Klassik und Metal beherrscht und überrascht mit dieser wirklich gut gelungenen Folk-Nummer. Hut ab vor dieser Wandlungsfähigkeit!

Meeresrauschen, großartige Trommeln und Folkklänge eröffnen „Diva“. Später kommen E-Gitarren dazu und lassen das Lied wie eine moderne Wikinger-Hymne klingen, die sich locker als Soundtrack für einen Hollywood-Blockbuster oder eine Serie wie „Vikings“ eignen würde.

„Eagle Eye“ ist ein klassisches Symphonic-Metal-Stück, wie wir es von Tarja gewohnt sind. Es ist bereits auf „The brightest void“ zu hören. Tarja's Bruder Toni Turunen unterstützt seine Schwester bei diesem Song gesanglich. Seine Stimme ergänzt die von Tarja perfekt. Ein harmonisches, gefühlvolles Duett mit großartigen Gesangsleistungen und ordentlich Power dahinter.

Mit Streichern, Bläsern und treibenden Drums beginnt „Undertaker“. Das Lied besticht vor allem durch sein langes Intro. Auch hier besinnt sich Tarja auf ihr Hauptfach und liefert einen Symphonic-Metal-Song, wie er im Lehrbuch steht.

„Too many“ ist eine wahre Power-Metal-Ballade und ein grandioser Abschluss dieses Meisterstücks. Tarja zeigt bei dem Lied noch einmal, was sie drauf hat und überzeugt durch krachende E-Gitarren, sanfte Chöre und starke Soli.

Fazit:

Abwechslungsreich, voller musikalischer Gegensätze hinterlässt Tarja mit ihrem neuen Album einen bleibenden Eindruck bei ihren Fans und Kritikern. Gekonnt kombiniert sie harte Gitarren-Riffs mit zarten Melodien, fährt bei einigen Stücken mächtige Orchesterarrangements auf und verzaubert an anderer Stelle wiederum mit zarten Pianoklängen und Folkeinlagen.

Gesanglich macht der Grand Dame des Symphonic Metal auch keiner etwas vor. Sie beherrscht ihr Stimmfach in allen Klangfarben, erklimmt scheinbar spielend leicht die höchsten Sopran-Sphären und überzeugt ebenso in den tieferen Bereichen des Alt. Tarja brilliert mit zarten Einlagen und lässt es z.B. bei „Demons in you“ und „No bitter end“ so richtig krachen.

Kurz: Tarja überzeugt mit ihrem neuen Album mal wieder auf ganzer Linie. Ein zusätzlicher Leckerbissen ist die DVD der Special- Edition. Ein absolutes MUSS für jeden Fan!

Für Fans von Symphonic-Metal, Rock und Bands wie Nightwish, Within Temptation und Co.

Weitere Infos, Tourdaten, etc. bekommt ihr hier:

http://www.tarjaturunen.com/

https://www.facebook.com/tarjaofficial/

Wertung:     

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