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Marc O'Reilly - Morality Mortality

 

Marc O'Reilly ist ein irischer Singer-Songwriter, der auch in den Genres Folk und Blues seine Anhänger begeistert. Mark schreibt seine Songs selbst- sehr sympathisch. Am 28.Oktober.2016 erschien beim Label Virgin Records / Salt and Shake Records sein neues Album Morality Mortality, welches ich heute für euch etwas genauer unter die Lupe nehmen darf.

Das Cover ist in schwarz mit blauer Schrift gehalten. Es ziert zudem eine weiße Zeichnung, die einen Menschen in Engelsgestalt zeigt und sich als Teufel spiegelt. Klappt man das Bookelt auf so entdeckt man kein klassisches Heftchen, sondern einen mehrfach gefalteten Papierstreifen. Nett. Mal was anderes. Auf diesem Streifen finden sich die Songtexte zum Nachlesen. Hören wir in das Werk doch mal rein.

 

Hier die Tracklist:

  1. Compromise

  2. Of nothing

  3. Blinded by

  4. Graceland

  5. Steal love

  6. Cochain

  7. Healer

  8. Do they know

  9. Generica

  10. Simian times

  11. Three & one

  12. Secret

 

„Compromise“:

 

Der Opener „Compromise“ besingt das Leugnen von Dingen um des lieben Friedens Willen.

Eine gitarrenlastige Nummer, die in den Strophen soundmäßig recht reduziert erklingt, dafür später mit krachenden E-Gitarren aufwartet. Eine coole, überraschende Nummer, die Lust auf mehr macht.

Mit einem schönen, harmonische Gitarrenintro beginnt „Of nothing“. Der Song handelt davon, dass jemand von jemand anderem benutzt, verletzt und ausgenutzt wurde. Ein schmerzvoller Text, der das Verhalten der geliebten und verletzenden Person anprangert. „Upside down and out, I was just something you could use. I gave you all my loving, I got the whole of nothing.“ Marc' s sanfte Tenorstimme kommt hier besonders gut zur Geltung und legt den Focus auf den Text. Ein toll gespieltes Schlagzeug mit großartig eingesetzten Becken bildet einen gekonnten Break zwischen Strophe und Refrain.

„Blinded by“ entpuppt sich als sehr geile Rocknummer. Zu Beginn etwas softer, später mit punkigen Elementen eine tolle Abwechslung zu den bisher eher ruhigeren Nummern.

Bei „Graceland“ behält Marc den rockigen Sound bei. Bei diesem Lied überzeugt mich besonders das geniale Gitarrenspiel, welches immer mal wieder wie eine Background-stimme auftaucht, sowie das hammer E-Gitarrensolo.

Etwas ruhiger und akustischer wird es wieder beim nächsten Song. In „Steal love“ geht es um die Höhen und Tiefen des Gefühls „Liebe“. Marc beschreibt mit wenigen Worten hier so viel. Die Singer-Songwriter-Romantik des Liedes bietet den perfekten Klangteppich für den nachdenklichen Text.

„Healer“ ist eine tolle Singer-Songwriter-Nummer mit Blues - und Rockelementen. Zunächst eher ruhig, wird das Stück nach und nach treibender und lauter. Marc zeigt hier ein mal mehr, dass er in verschiedenen Genres zu Hause ist. Seine einprägsame Stimme setzt er auch hier wieder gekonnt ein. Eine Nummer, die man so schnell nicht vergisst.

„Do they know“ erzählt von einer dunklen Geschichte. Marc fragt in dem Song eine andere Person, ob die anderen denn wüssten, was sie getan hat, bereut diese eine Person jemals getroffen zu haben. Was wirklich passiert ist bleibt jedoch ein Geheimnis. Akustikgitarren begleiten den leicht melancholischen Gesang. Ein leichter Hall gibt dem Gesang einen besonderen Glanz.

Treibende Gitarren eröffnen „Generica“. Schnell gesellen sich ein Gitarrensolo, sowie ein sehr dominant gespielter Bass dazu. Am Ende wird es wieder etwas krachender. Schöne Nummer.

„Three & one“ beschreibt eine dramatische Situation. Vielleicht in einem Krankenhaus, vielleicht zu Hause. Auch hier lässt Marc wieder viel Spielraum für eigenen Interpretationen. In dem Lied geht es darum, dass sich jemand sehr verändert, nicht mehr er selbst ist und dass ihn die anderen am Ende verlieren... Die Musik bei dem Lied ist sehr ruhig. Wunderschön gespielte Gitarren legen den Focus auf den Text und lassen etwas Melancholie aufkommen.

 

Fazit:

Kryptische Texte, die viel Spielraum für Interpretation lassen, begleitet von tollen Gitarren. Marc O' Reilly zeigt auf seinem neuen Werk, dass er ein Meister darin ist, die Genres Rock, Blues und Singer-Songwriter miteinander verschmelzen zu lassen. Die Texte sind zum Teil sehr reduziert und schwer zu deuten. Man versteht die Worte, aber es wird erst nach mehrmaligem Hören und manchmal auf gar nicht klar, was uns der Musiker damit sagen will. Mich haben auf dem Album besonders die Gitarrenparts überzeugt. Mal sehr akustisch, mal sehr rockig wurden besonders sie gekonnt eingesetzt und perfekt mit Drums und Bass verbunden. Marc' s sehr einprägsame, recht hohe Stimme geht schnell ins Ohr und ist mal etwas anderes im Vergleich zu den anderen Künstlern seines Fachs.

Weitere Infos, Tourdaten, etc. findet ihr hier:

https://www.facebook.com/marcoreillymusic/

http://www.marcoreillymusic.com/

Wertung:     

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