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Dudelsack-Drehleier-Unterricht Alex Zwingmann

Tall Heights – Neptune

Das Progressive-Folk-Duo Tall Heights kommt aus Boston und hat am 21.04.2017 ihr neues Album „Neptune“ bei Sony Music an den Start gebracht. Paul Wright und Tim Harrington verzaubern mit bestem Singer-Songwriter-Sound und fein gearbeiteten Harmonien ihr Publikum und sind im Sommer 2017 auf einigen Festivals in Deutschland live zu erleben (Maifield Derby Festival, Southside Festival und Hurricane Festival.

Ich durfte mir ihr neuestes Werk für euch mal genauer anhören.

 

 

Auf dem Cover ist ein Muster zu sehen, welches an ein vertrocknetes Blütenblatt erinnert. Im Booklet findet man einige Fotos der Band, die Songtexte und Bilder des Musters, welches auf dem Cover zu sehen ist.

 

Hier die Tracklist:

  1. Iron in the fire

  2. Spirit cold

  3. River wider

  4. No man alive

  5. The runaway

  6. Infrared

  7. Horse to water

  8. Backwards and forwards

  9. Two blue eyes

  10. Cross my mind

  11. Growing

  12. Wayfarers

 

Im Opener „Iron in the fire“ geht es um Freiheit und um Liebe- so meine Interpretation. Auch wenn man der englischen Sprache mächtig ist, ist es etwas kniffelig die Texte zu deuten und so bleiben sie stellenweise etwas kryptisch und lassen einigen Freiraum für persönliche Interpretationen.

Musikalisch erinnert der Sound ein wenig an die 80er. Der Song ist zunächst recht ruhig und entwickelt sich zu einer netten kleinen Uptempo-Nummer zum Mitklatschen.

Das nächste Lied beginnt mit tollen Gitarrenmelodien. „Spirit cold“ erzählt davon wie jemand auf sein Leben zurück blickt und über das Leben und Sterben allgemein philosophiert. Die Jungs singen voller Hingabe. Stimmlich erinnern mich Tall Heights ein wenig an Chris Martin von der Band Coldplay.

 

Hier das Video zu „River wider“:

https://www.youtube.com/watch?v=p-fETUcnejE

 

In „No man alive“ geht es um das Verlassen einer Liebe und um Abschied allgemein. Wieder ist der Text sehr kryptisch und lässt viel Spielraum für Interpretationen. Der Fokus soll auf dem Text liegen. Anders lässt es sich nicht erklären, dass sich die Stücke musikalisch sehr ähneln.

„Backwards and forwards“ handelt davon, dass jemand seine Richtung im Leben noch nicht gefunden hat und darüber verzweifelt welchen Weg er gehen soll, was richtig und falsch ist. Die Nummer hat leichte R 'n' B – Einschläge. Mal was anderes und ein schöner Break auf der Platte. In Gang kommt das Lied allerdings nicht. Schade.

„Growing“ ist das letzte Lied auf dem Album. Glück gehabt. Es geht in dem Lied darum wie jemand aufwächst, ohne dass er beachtet wird. Er sitzt nur da und alles was er weiß, ist eine Lüge.

 

Fazit:

Netter Singer-Songwriter-Folk, der einen hübschen Soundtrack für den Sommer abgibt. Die Texte sind sehr kryptisch. Wer auf klare Stories und Mit-Sing-Texte steht, für den ist „Neptune“ eher nix. Musikalisch ist das Album okay. Viele Stücke ähneln sich. Viel Gitarre, etwas 80er-Sound und die hellen klaren Stimmen von Paul und Tim ergeben eine runde Sache. Hier und da blitzen ein paar erfrischende Straßenmusik-Klänge hervor. Man wartet und wartet auf den „Da muss doch noch was kommen“- Moment. Leider vergeblich. Es gibt ruhige Balladen und etwas zackige Nummern. Die Abtanz-Tempo-Leiter erstürmen Tall Heights allerdings nicht. Leider ist mir das Album etwas zu fade und es gibt nicht wirklich Überraschungen und Abwechslung. Nett gemacht, aber alles in allem eher langweilig und mehr zum nebenbei dudeln lassen.

Für Fans von Coldplay, Cryptex, Singer-Songwriter-Musik und philosophischen Texten.

 

2,5 von 5 Pommesgabeln

 

Weitere Infos, Tourdaten, etc. findet ihr hier:

https://www.facebook.com/tallh/

http://www.tallheights.com/

 

Eure Morgaine

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