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Nullpunkt – Maritime Melodien

Die Rostocker Jungs Timmer (Schlagzeug), Christoph (Gitarre/Gesang), Daniel (Bass/Gesang) und Sven (Gesang) haben sich 2007 zur maritimen Punk- Rock-Formation „Nullpunkt“ zusammen geschlossen . Am 05.05.2017 haben sie bei Rock Zone Records ihr neues Album „Maritime Melodien“ an den Start gebracht. Frei nach ihrem Motto „Dein Leben ist Meer!“.

Auf dem Cover sieht man einen grimmigen Seemann, dessen Gesicht von einem Rettungsring eingerahmt ist. Am Rand ist ein Geflecht aus Tauen zu erahnen.

Im Booklet finden sich ein paar schön (Live-)Fotos der Band, sowie die Songtexte. Schön zum Nachlesen und auf unnötigen Schnickschnack wurde verzichtet. So muss dat bei den Fischköppen!

 

 

Hier die Tracklist:

  1. Herzlich Willkommen

  2. Heimlich, still & leise

  3. Zeit für Sieger

  4. Hör genau hin

  5. Manege frei

  6. Glücklich oder nicht?

  7. Kinder der Küste

  8. Apfelbaum

  9. Krankenschein

  10. Steh auf

  11. Meer

  12. Ahoi

 

 

Der Opener „Herzlich Willkommen“ ist eine schicke Einführung in das Album und gleichzeitig eine nette Geste der Band. Klare Ansage worauf sich der geneigte Zuhörer bei der Platte einlässt, bzw. was er sich damit antut. Je nachdem wie man es sehen will. Krachend, laut, punkig! Das erste Lied auf „Maritime Melodien“ gibt Entwarnung für den Fall, dass man schunkel-schauriges Seemannsgarn im Klangewand erwartet hat. Nice!

E-Gitarrenlastig beginnt „Zeit für Sieger“. Ein paar fette Drums und mitgrötauliche „Ohohoh“- Chöre im Refrain runden den musikalischen Rahmen ab. Das Lied beschreibt ein Wochenende, wie es sicher der ein oder andere (Rostocker) Fußballfan kennen dürfte. Die Woche über wird geschuftet wie blöd, dann noch gepflegt eine Runde in nem örtlichen Club zu irgendeiner Kapelle abgezappelt und am Wochenende geht es endlich ins zweite Wohnzimmer (das Stadion) um mit seiner Mannschaft mitzufiebern und zu feiern.

 

 

Gesellschaftskritisch geht es weiter. In „Hör genau hin“ geht es darum, dass die Menschen ihre Augen und Ohren vor der Wirklichkeit verschließen. Der Song ruft dazu auf, über den Tellerrand zu schauen und endlich was gegen die Missstände in der Welt zu tun. Passend zum Text, der unbequeme Themen anspricht ist die Musik. Der Gesang ist rau und kratzig. Klingt allerdings so, als sei das gewollt – und gekonnt. Treibende Gitarrenriffs und schicker Punk vom Feinsten machen das Lied zu einer coolen Nummer. Macht Laune und regt zum Nachdenken an – gelungene Mischung würde ich sagen!

„Kinder der Küste“ ist eine Liebeserklärung an das Bundesland Mecklenburg – Vorpommern. Wie schön, wenn jemand seine Heimat so sehr liebt! Klar- wo das Meer ist, kann es nur schön sein. Musikalisch haben die Jungs hier eine tanzbare Rocknummer gezaubert. Etwas weniger Punk, aber trotzdem schön rockig und mit Wumms. Der Mittelteil „Denn wir sind Kinder der Küste. Denn wir sind Kinder der Küste...“ geht sofort ins Ohr und setzt sich da hartnäckig fest.

In „Krankenschein“ erzählen die Jungs von einer Frau, die die Nacht zum Tag gemacht hat. Normalerweise schleppt sie sich danach zur Arbeit- heute aber nur in die nächstgelegene Praxis eines Allgemeinmediziners. Blöd, wenn ein Rockkonzert auf einen Dienstag fällt und man dabei zu tief ins Glas schaut. Mit einem Augenzwinkern beschreiben Nullpunkt so etwas, was wohl einige Leute nachfühlen können. Zu Beginn stimmen „Ohohoh“-Chöre auf die Thematik ein. Danach geht es krachend-punkig weiter. Cooler Party-Track!

Ungewohnt ruhig und fast schon nachdenklich kommt „Meer“ daher. Der Song ist eine Hommage an die Ozeane dieser Welt. Das Lied beschreibt das Gefühl, welches sich unweigerlich einstellt, wenn man in die Nähe des Wassers kommt. Alle Sorgen und Nöte scheinen für einen Moment ganz weit weg zu sein, Ruhe kehrt ein, du fühlst dich frei. Jup, das kann ich als Nordlicht so unterschreiben! Um auch musikalisch maritime Stimmung auf die Platte zu bekommen, haben sie Nullpunkt Tom Bola am Akkordeon mit ins Boot geholt. Nullpunkt zeigen so, dass sie neben laut und rockig auch die ruhigen Töne beherrschen. Eine Ballade ist das Lied dennoch nicht und rockt zwischen den ruhigen Momenten gepflegt ab.

 

Fazit:

Auf den Punkt, die Lieder allerdings zum Teil etwas zu kurz für meinen Geschmack. Nullpunkt haben mit „Maritime Melodien“ ein schönes Album geschaffen, welches Nordlichern, Liebhabern des Nordens und des Meeres, sowie Punk- und Rockfans gleichermaßen gefallen dürfte. Alles in allem eine runde Sache, die Laune macht und hoffen lässt, dass wir noch viel von dieser Band hören werden.

 

4 von 5 Pommesgabeln

 

Weitere Infos, Tourdaten, etc. findet ihr hier:

https://www.facebook.com/nullpunktband/

http://nullpunktband.blogspot.de/

 

Eure Morgaine

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