W E R B U N G
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Interview mit FAIRYTALE

Wie kam es zu der Bandgründung?

Oliver: Ich habe nach einer sehr anstrengenden und recht erfolgreichen Episode
als Metal-Sänger das Bedürfnis gehabt, zu meinen Wurzeln mit akustischer Musik
zurückzukehren. Mir war ein Bezug zu meiner größten Kraftquelle, der Natur, sehr wichtig
und so entstanden die ersten Kompositionen „Forest of Summer“ und „Feel my Prayer“. Ich
realisierte die ersten Kompositionen damals mit zwei anderen Frontfrauen, die aber kurz nach
einer ersten Demoproduktion ausstiegen, weil sie keine professionelle Musikerlaufbahn
anstrebten.

Berit: Nachdem die vorige Besetzung sich trennte, holte mich Olli ins Boot und
ich sprach Laura an, die ich noch von früher aus der Schulzeit kenne.

Laura: Berit und ich kennen uns schon von früher aus einem Orchester in
Braunschweig (ich habe zwölf Jahre Geige gespielt bevor ich mich für den Gesang
entschieden habe). Mit Beginn unserer Oberstufenzeit am Gymnasium haben wir uns aus den
Augen verloren. Mein „Band-Märchen“ begann im Oktober 2013. Da bekam ich eine SMS
von Berit mit der Frage: „Laura, du hast doch eine klare Stimme, oder?“. Ich war bis zu
diesem Zeitpunkt noch nie mit Mystik- oder Irish Folk Music in Berührung gekommen, stand
dann aber Anfang Januar 2014 bei der Plattenfirma Magic Mile Music in Ollis Begleitung vor
einem Mikro und habe Probe-Aufnahmen gemacht. Eine Woche später kam die Nachricht:
„Laura, wir haben uns für dich entschieden.“

Berit: Laura und ich hatten lange Zeit keinen Kontakt. Noch während der Schulzeit gingen
wir sehr unterschiedliche Wege. Seit unserem Studium an der Hochschule für Musik, Theater
und Medien in Hannover, und vor allem seit Fairytale, habe ich jedoch das Gefühl, eine ganz
wundervolle Freundin wiedergefunden zu haben. Der Weg und das Schicksal haben uns
wieder zusammengeführt. Man könnte unsere Geschichte auch genauso gut in einem
Märchenbuch niederschreiben. Den passenden Namen hätten wir dann ja bereits: Fairytale.

Laura: Der Name Fairytale ist mit mir eins geworden und spiegelt sich in allem wieder: In
unsere Musik, unseren Kostümen, den Shootings, Videodrehs, Locations, der Website etc.
Und durch die Band habe ich Berit wieder gefunden und in ihr eine wunderbare Freundin.
Eben wie im Märchen.
Seit dem Release unserer ersten CD im März 2015 und den darauf folgenden vielen, tollen
Konzertanfragen haben wir die Band sogar vergrößert mit Rabea (Cello) und Micha (Drums,
Persussion). Wenn es so gut weiterläuft, dann kann es gut sein, dass die Band bald noch mehr
Mitglieder bekommt.

Wie seid ihr auf euren Bandnamen gekommen? Was bedeutet er für euch?

Laura: Olli hat den Namen Fairytale für die Band ausgesucht. Gemeinsam füllen wir den
Namen mit Inhalt: Fairytale – unser Name ist Programm: märchenhaft, mystisch,
verzaubernd, frei und naturverbunden.

Oliver: Ich mag besonders die englische, wörtliche Übersetzung: Feen-Erzählungen. Da ich
schon immer ein Anhänger von mystischen Fantasy-Geschichten war, und diese, wie auch
mein Glaube an Parallelwelten, mich von je her begleiten, lag der Name nah.

Berit: Da Laura und ich später dazukamen, wurden wir quasi in diesen Namen
„hineingeboren“. Doch er passt wunderbar zu uns und ich persönlich identifiziere mich
vollkommen damit. Ich liebe Märchen, Sagen und Legenden. Und da ich auch ein großer Fan
unserer Natur bin, freue ich mich sehr, dieses tolle Geschenk in Form der Band erhalten zu
haben. Die Natur ist das höchste Gut unserer wundervollen Erde. Sie gibt uns so viel und
verlangt im Gegenzug verhältnismäßig wenig. Dieses Bewusstsein sollte in jedem von uns
verankert sein und wir sollten es zu schätzen wissen. Wir als Band tauchen zusammen ein in
diese wundervolle Welt der Natur, der Sagen und Legenden.

Wie würdet ihr euren musikalischen Stil beschreiben?

Laura: Wir nennen unseren Musikstil „Mystik-Folk“. Unser Schwerpunkt liegt auf dem
Mystischen und der Irish Folk Musik. Trotzdem ist unsere Musik eine Mischung aus
verschiedensten Elementen: Mystik, Irish Folk, Popmusik, Country. Gerade die Vielfältigkeit
macht unseren Musikstil sehr Besonders und wir lieben die Mischung, weil sie uns immer vor
neue, spannende Herausforderungen stellt.

Was wollt ihr mit euren Texten ausdrücken?

Oliver: Das Erschaffen einer musikalisch ausgeschmückten Parallelwelt, nicht mehr und
nicht weniger, möchte ich mit meinen Fantasien erreichen. Die Texte sind mir absolut
gleichwertig mit der Musik, zu denen ich sie schreibe. Ich mag Raum für eigene
Interpretationen der Zuhörer und versuche daher die Texte nie zu endgültig und eindeutig zu
halten. Ausdrücken möchte ich bildhafte Szenen, in denen die Menschen anderen Werten
vertrauen als Kommerz und fremdbestimmtem Leben.

Laura: Mit unseren Texten erzählen wir alte und mystische Märchen, spannende und
bewegenden Legenden und berührende, teils sehr innige oder teils sehr lustige Geschichten.
Wir wollen alle einladen, uns auf unserem geheimen Pfad durch ein magisches Tor in
mystische Welten zu folgen. Begleitet uns auf einer märchenhaften Reise weit weg vom
Alltag und genießt die Schönheit der Erde, der Natur und des Lebens im Klang der Musik.

Wie lange macht ihr schon Musik?

Berit: Zusammen machen wir jetzt seit gut zwei Jahren Musik. Doch jeder von uns hat schon
sein Leben lang mit Musik zu tun. Ich persönlich war bei der musikalischen Früherziehung,
da muss ich so vier Jahre alt gewesen sein. Mit sechs Jahren habe ich dann angefangen, Geige
zu spielen. Und seitdem ist sie mein ständiger Begleiter und ein Teil meines Herzens. Ich
habe immer gerne gesungen und Klavierunterricht nahm ich später auch. Ich habe viele
Wettbewerbe bestritten und in diversen Orchestern gespielt. Mein Musikstudium krönt den
bisherigen Weg meines musikalischen Werdegangs.

Laura: Ich glaube, dass ich wahrscheinlich schon singend und musizierend auf die Welt
gekommen bin. Neben dem Gesang spiele ich auch Geige und ein bisschen Klavier. Einen
Tag ohne Musik hat es bei mir bisher nicht gegeben und das wird hoffentlich auch so bleiben.
Musik gehört einfach zu meinem Leben, wie mein Herzschlag oder mein Atem. Ich lebe von
und durch Musik. Außerdem finde ich, dass jeder Mensch die Welt mit seinem Dasein ein
kleines bisschen besser machen sollte. Ich versuche das über meine Leidenschaft zur Musik.

Wie viel von euch selbst als Personen steckt in euren Texten? Erkennt ihr euch in den
Liedern wieder?

Laura: Olli schreibt überwiegend die Texte für unsere Songs. Einige stammen auch aus
meiner Feder. Natürlich finden sich meine Fantasie von anderen Wesen und Gestalten, meine
Wünsche und Träume von Märchen, Legenden, Geschichten und Abenteuern in anderen
Welten in meinen Songs wieder. Das macht sie auch erst zu meinen eigenen Songs.
Gemeinsam füllen wir die Wörter dann mit Musik und Leben. Ich versuche immer, den
richtigen Spirit für jedes Stück individuell zu finden und dabei sind der Text und die damit
verbundene Erzählung eine große Hilfe.

Berit: Auch wenn Olli die meisten Texte schreibt, so finde ich mich trotzdem in den Liedern
wieder. Geschichten sind ja immer bloß Sinnbilder für jeden Einzelnen. Für den einen
bedeuten sie dieses, für den anderen etwas anderes. Doch wenn es um die Natur geht, so ist es
eindeutig: Wir haben nur diese eine und wir sollten sie schützen und schätzen.

Was ist euer größter Traum als Musiker? Was wollt ihr mit der Band erreichen?

Berit: Ich möchte den Menschen Freude bereiten. Ich wünsche mir, dass man die Musik
wieder mehr zu schätzen lernt. Man hört so oft, dass im Leben die Hintergrundmusik fehlen
würde, doch wenn man mal nachdenkt, dann ist heutzutage die Musik überall. In Aufzügen, in
Kaufhäusern, ja sogar auf dem sogenannten „stillen“ Örtchen. Es wäre klasse, wenn die Leute
wieder lernen, Musik zu hören, um sich zu entspannen und sie nicht als penetrante
Dauerbeschallung wahrnehmen. Musik im Allgemeinen, aber auch wir, Fairytale, wollen die
Menschen für einen Moment aus dem Alltag entführen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht
zaubern.

Laura: Momentan bin ich noch Studentin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien
Hannover. Musik ist mein Leben und ich würde mir natürlich sehr wünschen, dass ich davon
auch (irgendwann) Leben kann. Wenn es mit Fairytale klappt, wäre das märchenhaft...
Unsere Songs sind alle sehr einzigartig und ich denke, dass wir für jeden Geschmack etwas
dabei haben.

Was ist euer bisher schönstes Erlebnis mit Fairytale gewesen?

Berit: Das ist schwierig. Es gibt viele schöne Erlebnisse. Ich freue mich jedes Mal, wenn wir
als Truppe zusammenkommen. Sei es zum Proben oder auch nur zum Quatschen. Was ich
allerdings sicherlich nicht vergessen werde, ist die Tour, die wir von November 2015 bis
Ende Februar 2016 erlebt haben. Wir haben viel übereinander erfahren und sind noch mehr
zusammengewachsen. Ich lerne sehr viel von den anderen und das bereichert mich sehr.

Laura: Mit Fairytale hatte ich bisher nur schöne Erlebnisse. Ich liebe es einfach, mit dieser
Band auf der Bühne zu stehen und in andere Welten einzutauchen. Wenn ich mich
entscheiden müsste, würde ich Fairytale als Support für Blackmore‘s Night und die
Deutschlandtour mit den Dublin Legends nennen. Außerdem freue ich mich schon riesig auf
das Folkfestival in Italien, wo wir zur Prime Time unser ganzes Programm präsentieren
dürfen!

Habt ihr Vorbilder? Wenn ja, wen und warum?

Laura: Es gibt eine Menge großartiger Künstler in jedem Musikgenre, die ich bewundere und
die ich mir auch zurück wünschen würde. Ich glaube, dass ich mir von jedem etwas für mich
selber rausgepickt habe, um somit meine eigene Musikerpersönlichkeit zu finden und zu
bilden. Und das Schöne daran ist, dass dieser Weg nie zu Ende ist.

Berit: Sicher wird als Antwort jetzt ein Musiker erwartet, doch bei mir ist das nicht so. Meine
Vorbilder sind meine Eltern. Es mag kitschig klingen, doch sie machen das aus, was ich bin
und ich bin sehr glücklich darüber und auch sehr dankbar dafür. Sie unterstützen mich, wo sie
nur können und sind mein Hafen, an dem ich immer ankommen kann, wenn mir danach ist.

Was würdet ihr tun, wenn ihr für einen Tag lang „echte“ Feen sein dürftet?

Berit: Ich würde den ganzen Tag herumfliegen. Ich würde auf verschiedenen Pflanzen
landen, tief einatmen und weiterfliegen. Ich würde den Bienen bei der Arbeit zusehen. Und
wenn ich zaubern könnte, dann würde ich ganz viel Hass und Missverständnisse aus der Welt
zaubern. Außerdem würde ich bestimmt ganz viel mit Laura durch die Lüfte tanzen.

Ist ein zweites Album in Planung? Wenn ja, wann wird es voraussichtlich erscheinen?

Laura: Wir arbeiten schon seit längerer Zeit an einem zweiten Album. 2017 wird es
voraussichtlich unter dem Titel „Autumn‘s Crown“ erscheinen und ein toller Nachfolger
unseres Debüt-Albums „Forest of Summer“ werden. Wer mag, kann auch schon mal in den
neuen Titelsong reinhören. Er ist in allen Downloadportalen als Single erhältlich und bei
Youtube gibt es dazu ein super schönes Musikvideo.

Was wolltet ihr euren Fans schon immer mal sagen?

Berit: Man sollte sich trauen zu sein, wer man ist, ohne sich groß Gedanken darüber zu
machen, was andere meinen zu wissen, wer man sei. Darum sollte man sich also immer
trauen, seine Meinung zu sagen.

Laura: Musik gibt mir so unendlich viel und davon will ich etwas an alle abgeben. Musik ist
Balsam für die Seele und Erholung für den Geist, wie Achim Schmidtmann so schön sagte.
Wir möchten unsere Zuhörer aus dem Alltag entführen und in andere Welten mitnehmen. Wir
möchten Märchen und Geschichten erzählen. Wenn wir Menschen mit unserer Musik
erreichen, berühren und bewegen können, dann ist das Erholung für unsere Seelen und
Balsam für den Geist von Fairytale.

Was wollt ihr mit der Band erreichen?

Oliver: Mir wäre es wichtig, die Band zu einem Status zu führen, in dem ich mich ganz und
ausschließlich um die künstlerischen Aspekte von Fairytale kümmern könnte. Gerne so viele
Konzerte und Touren, dass es kracht und man in der Spirale der Kunst und des Konzertlebens
aufgehen kann.

Danke für das Interview!!

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