W E R B U N G

Interview mit Eyevory

Wer sind „Eyevory“? Stellt euch bitte ein mal kurz vor.


David: Die Band besteht aus Jana Frank am Bass und Leadgesang, Kaja Fischer an der Querflöte und ebenfalls Leadgesang, seit April 2016 am Schlagzeug Arne Suter und mir, David Merz an der Gitarre und den Tasten.

Wie kam es zu eurer Bandgründung?

David: Wenn man sehr weit in die Vergangenheit reisen möchte, hat es sich so zugetragen, dass sich Jana und Kaja in einer Musikschule in Bremen Nord kennengelernt haben und mit diversen Mitmusikern, die mit den Jahren wechselten, ein Bandprojekt auf die Beine stellten. Ein paar Jahre später löste sich diese Band von der Musikschule und begann mit der Zeit eigenständiger und auch professioneller zu agieren. 2009 stieß ich als Gitarrist hinzu. 3 Jahre später haben wir uns nach einer längeren Baby-Pause auf einen Neustart unter dem neuen Namen „Eyevory“ geeinigt.

Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen?

David: Wir haben ein gewisses Fable für Wortspiele, was man auch in den Albumtiteln erkennen kann. Wir haben damals fieberhaft in Jana’s Küche gesessen und in Wörterbüchern nach potentiellen Bandnamen gesucht. Irgendwann hatte Jana die Idee, dass wir uns "Sci-vory" nennen könnten, was dann - falsch ausgesprochen - allerdings eher nach russischer Folklore klingt. Binnen Minuten wurde daraus Eyevory und alle wussten, dass er es ist.

Jana: Außerdem war uns wichtig, dass der Name ein frei erfundenes Wort sein muss bzw. einzigartig sein sollte, damit man uns gut googlen kann – was ja heutzutage nicht unwichtig ist. Das ist uns dann mit „Eyevory“ offensichtlich auch sehr gut gelungen.


Was hat das Auge in eurem Bandlogo zu bedeuten?

David: Nun, das ist doch EYEndeutig, oder nicht?


Was hat euch zu „Inphantasia“ inspiriert?

David: Eine Begebenheit, an die ich mich noch sehr gut erinnern kann, ist, dass Jana und ich uns über Konzeptalben unterhalten haben und, dass es doch ne schöne Idee wäre mit Liedern eine Geschichte zu erzählen, was im Progressive Rock eine nicht unübliche Kunstform ist.

Jana: Ich persönlich fand das Thema „Kindheit“ schon immer sehr spannend. Weil die Prägung für unser Denken und Handeln als Erwachsene oft in unserer Kindheit stattfindet. Wir haben also viel um dieses Thema herum gesponnen und fanden schließlich zu der Frage, ob man bestimmte Entscheidungen im Leben vielleicht anders gefällt hätte, wenn das eine oder andere Schlüsselerlebnis in der Kindheit nicht stattgefunden hätte oder anders verlaufen wäre. Schließlich kamen wir zu der Idee, dass es möglich ist, zurück in die eigene Kindheit zu reisen, um dort Dinge erneut zu erleben
oder zu verändern, um als Erwachsener davon zu profitieren. Eine fiktive Zeitreise also. Das ganze sollte dann an einem märchenhaften Ort stattfinden, den jeder aufsucht, der
zurück in seine Kindheit reist. Dieser Ort ist „Inphantasia“. Ein Wortspiel aus „Infant“ („kindlich“) und Fantasie.

Was bedeutet das Album für euch?

David: Das Album bedeutet uns unglaublich viel, waren es doch fast 3 Jahre, die wir an dem Album mit viel Liebe zum Detail gearbeitet haben.

Habt ihr das Wappen auf dem Cover selbst entworfen?

David: Das Wappen hat Jana entworfen, die sich bei uns auch um die grafischen Angelegenheiten kümmert. Nicht nur dort, aber insbesondere bei diesem Album hat sie wirklich unglaubliches geleistet!

Was bedeutet es?

Jana: Die Abbildung an sich hat keinen tieferen Sinn. Es zeigt eben unsere beiden Einhorn-Köpfe mit dem Auge aus dem Bandlogo. Aber das es generell ein Wappen geben muss, wenn man schon ein eigenes „Land“ erfindet, war irgendwie klar. Und da wir, Eyevory, die Schöpfer dieses Landes sind, lag es nah, Elemente aus unserem Bandlogo mit ins Wappen einzubringen.

 


In welchem Land auf eurem Album würdet ihr gerne wohnen und warum?

David: Ich würde mich am ehesten in „Elysium“ niederlassen und nur gelegentlich nach „Mundalis“ rüberlaufen, wenn ich was trinken gehen möchte. 

Jana: Ich wäre vermutlich tagsüber auch am liebsten in Elysium und ließe mir die Sonne auf den Bauch scheinen. Abends würde ich dann gerne in Mundalis ausgelassen ums Feuer tanzen und feiern. Wenn ich mich gruseln möchte, würde ich mich auch mal nach Tartarus wagen.

Könnt ihr euch mit einer der Göttinnen auf dem Album identifizieren? Wenn ja, mit welcher?


Jana: Je nach Tageslaune bin ich sicher mal die eine, mal die andere …


Was für Musik hört ihr privat?

David: Das ist bei uns allen sehr unterschiedlich, was uns alle eint, ist eine Affinität zur melodischen Rockmusik. Das Spektrum drumherum reicht von Klassik und Pop über Progressive Rock bis hin zu Math-Metal.


Seid ihr hauptberuflich Musiker oder macht ihr noch etwas anderes um eure Brötchen zu verdienen? Wenn ja, was?

David: Keiner von uns ist zu 100% Berufsmusiker, wobei ich noch am nächsten dran bin. Allerdings sind wir alle - mal mehr, mal weniger - in kreativen Berufen tätig.

Mit welchem Musiker, bzw. mit welcher Band würdet ihr gerne ein Album aufnehmen?

David: Ich hätte ja nichts dagegen Rick Wakeman die Position an den Keyboards anzubieten, aber das wird wohl ein Traum bleiben.

Jana: Ich würde gern mal für ein zwei Songs einen männlichen Sänger mit an Bord haben. Sebastian Bach (Ex-Skid Row) wäre da meine erste Wahl für ein Duett.

Was war bisher euer schönstes Konzert?

David: Das ist einfach. Da würden vermutlich aller einer Meinung sein, dass das schönste Eyevory Konzert bislang unser Konzert im Bremer Schlachthof im Jahre 2013 war, welches wir mit einem Orchester zusammen spielen durften. Da dieses Event auf DVD („A Symphonic Night Of Prog Rock“) festgehalten wurde, kann sich ein jeder selbst ein Bild davon machen.

Wann seid ihr auf Tour und wo?

04. Nov. Goslar, Klub Kartell (/w Nazareth)
05. Nov. Dortmund, BlackEnd
19. Nov. Faßberg, Anders Kneipe
26. Nov. Bremen, Kulturbahnhof Vegesack
02. Dez. Barsinghausen, ASB Bahnhof
03. Dez. Hameln, Mad Music Club
10. Dez. Osterholz-Scharmbeck, KUZ
21. Jan. Großefehn, Schlappohr
04. Feb. Lünen, Bikers Club
27. Apr. Bremen, Meisenfrei
30. Apr. Hamm, Maxipark (/w Still Collins)


Wo seht ihr eure Band in 10 Jahren?

David: In Zeiten, in denen es nicht mehr undenkbar ist, dass ein Steven Wilson, Dream Theater oder jüngst Opeth hoch bis sehr hoch in die Album-charts einsteigen, rechne ich
mir gute Chancen aus, dass wir da eines Tages auch mal sein können. Wenn dem nicht so sein sollte, wäre es ein großes Glück und Geschenk, wenn wir weiterhin Alben aufnehmen und Konzerte spielen können und sich beides hoher Beliebtheit und Nachfrage erfreut!

Vielen Dank für das Interview

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