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Mono Inc. / Unzucht / Lord of the Lost / Megaherz in der Live Music Hall in Köln

Wir schreiben den 29.12.2012, und es erwartete mich mein Jahresabschluss Konzert in Köln. Mono ­Inc­'s "­Dark ­End" Festival. Sowohl von der Aufmachung der Tickets, als auch vom vorangegangen Trailer schien das Ganze etwas Größeres zu werden, also beschloss unsere Truppe schon relativ früh loszufahren, um auch möglichst weit nach vorne zu gelangen. Von Wuppertal aus, ist es Gott sei dank nicht allzu weit nach Köln, und da wir mit dem Auto anreisten, war das auch weitestgehend stressfrei.

Als wir dann schon um 15 Uhr vor der Live Music Hall ankamen, mussten wir mit Erstaunen feststellen das sich bereits eine ziemlich lange Schlange gebildet hatte, Missmut machte sich in unserer Truppe breit. - Was haben wir falsch gemacht? Zwei Stunden vor Einlass ist es doch normalerweise nicht so voll ... Nunja, es dauerte nicht lange, bis wir den Fehler bei uns selbst fanden. Einlass war tatsächlich schon um 16 Uhr. So Früh?! - ­Nunja, man erklärte uns dann, dass nach dem Konzert noch eine Disco-Nacht in der ­Music Hall stattfände, und man ja deshalb früher aufhören müsse. 

Nach einer dann doch kürzeren Wartezeit als ursprünglich gedacht durften wir dann auch hinein. Bis man jedoch zur Halle selbst kommt, muss man erst durch einen Hinterhof, wo es, untypischerweise auch was zu essen gab. Die Halle selbst sieht ziemlich kaputt aus, aber an sich trotzdem schön. Wir hatten uns dann zu uns bekannten Gesichtern ziemlich weit rechts in die 2. Reihe gestellt. Nach einer weiteren Stunde begann dann der Opener des Abends, Unzucht. Eine etwas gewöhnungsbedürftige aber trotzdem sehr gute Band, wie ich finde. Nach zwei Liedern hatte Unzucht das Publikum in Köln dann auch voll im Griff und man merkte die gute Laune der Jungs deutlich. Die Setliste war gut aus balanciert, zwischen Tanzbaren und Mitmachliedern, verirrte sich auch ein etwas ruhigeres Lied, wo das Stimmliche können, von Daniel Schulz zum Vorschein kam. Sehr gut! Was ein Auftakt dachte ich mir. Nur leider ziemlich kurz. Aber wir hatten ja noch viel vor.


Nach minimaler Wartezeit von gerad einmal 15min kam dann die 2. Band des heutigen Abends auf die Bühne: Lord of the Lost. Krankheitsbedingt leider an diesem Abend ohne Gared Dirge, dessen Part dann leider vom Tonband lief. Aber trotz alledem machten die Jungs wie gewohnt eine gute Figur , Sänger Chris Harms spielte mit den Fotografen im Pressegraben und mit den weiblichen Gästen im Publikum gleichermaßen - was eine Show! Schlussendlich zog er dann sein Top aus und stand, sehr zur Freude der Frauen oben ohne da. Aber wir wollen das Musikalische ja nicht vergessen, die Jungs waren spitze. Sofort beim Ersten Song " Die tomorrow" hatten die Jungs die Stimmen und Herzen auf ihrer Seite, alles sang mit, und mit dem Cover von Amy McDonald - This is the Life , trafen sie dann restlos den Nerv des Publikums. Runde Sache, wie ich finde. Auch wenn die Setliste sehr stark an die Tour im Oktober mit Letzte Instanz erinnerte.


Nach einer viel zu kurzen Verschnaufpause kamen dann Megaherz auf die Bühne. Ungewohnt geschminkt kam Sänger Lex als Clown daher. Starker Auftritt, wie ich fand, nun bremste meine Begeisterung eine wesentliche Tatsache.. ich hörte kaum Gesang. Und damit war ich nicht alleine, entweder der Gesang war äußerst schlecht eingestellt oder unsere Ohren noch von den zwei Vorgruppen geschädigt. Letzteres wage ich nicht zu glauben da die Akustik in der Halle, bis jetzt ziemlich gut war. Nicht zu laut und nicht zu leise. In der ersten Pause dann erklärte sich das Problem, der Gute Herr Sänger war ziemlich erkältet. Nunja , dann halt ein Megaherz Konzert ohne Stimme, so schlimm war es dann nicht, man hatte ja viel zu gucken. Denn trotz Krankheit hüpfte Lex von rechts nach links nach vorne und nach hinten über die Bühne und versaute damit jedem Presse Menschen das Bild. Man sah die genervten Gesichter im Pressegraben und man hörte das Seufzen einiger Fans die Fotos machen wollte. Sehr zum Spaß von Lex, der sich nicht beirren ließ und nichtmal 5min stillstand. Herrlich! Megaherz ließen wie gewohnt die harten Töne erklingen, aber auch ein wunderschöner ruhiger Song fand den Weg in die sehr schöne Setliste. Wobei ruhig ist auch Megherz Definitions Sache, ich für meinen Teil fand "Mann im Mond" schon ziemlich ruhig für die Jungs. :) - Leider gab es, wie auch bei den anderen beiden Bands keine Zugaben. Schade!


Erstaunlicherweise gingen gerade jetzt ein paar Leute vor uns raus, um zu den Herzen zu gehen, Glück für uns so standen wir zumindest beim Headliner Mono Inc. ganz vorne. Diese begannen dann genauso zügig, wie der Rest auch nach 15 min umbau. Mono Inc. legten voll los, uns das Publikum ging mit. Unterstützt durch LED Wände worauf immer wieder interessante Dinge proeziert waren, fiel die Bühnenshow doch recht dürftig aus. Kein Vergleich zu den geschminkten Herzen oder den absolut durchgestylten Kerlen von Lord of the Lost. Aber darauf kam es Mono Inc auch nicht an. Sie brillierten mit einer Wahnsinns Akustik, man hatte nicht das Gefühl es ist Live sondern genauso wie auf den Alben. Grandios! Selten so ein gutes Live abgeschmischtes Konzert gehört. Sänger Martin, und Katha Mia , die Sympathieträger von Mono Inc heizten das Publikum ordentlich ein. Dann nach einer kurzen Umbaupause verirrte sich die schöne Schlagzeugerin nach vorne und machte eine kleine Mitmachtsession mit dem Publikum - schön anzusehen und an zuhören. Danach rockten sie wie gewohnt weiter, doch nach einem weiteren Break die Überraschung, die Bühne war leer und Moment.. da war doch was... ja genau! Der nette Frontsänger hatte sich in die hinteren Reihen begeben und spielte dort Klavier, und er erzählte, wie Mono Inc. groß wurde, und das die Band nie vergessen würde, wer sie zu dem machte, was sie seien. Nach diesem herzergreifenden Moment und einem wunderschönen Lied folgten dann noch ein paar Klassiker, und zu guter Letzt auch "Voices of Doom". Ein tolles Gefühl dieses Lied mit allen anderen zu singen, und auch die Band war sichtlich angetan, wie gut wir das machten. - Nach einer kurzen Zugabe war es dann aber zu Ende.. so schien es. Aber Mono Inc. kamen tatsächlich zwei Mal wieder und gaben dem Publikum, was sie wollten. Sehr sehr schön liebe Band!


Danach war dann aber auch endgültig Schluss und wir versuchten uns zum Merch vorzukämpfen, und ja das Wort kämpfen kann man durchaus wörtlich nehmen. Die Sicherheitsleute sperrten das komplette Konzert Areal ab um es für die anschließende Party fit zu machen. Allerdings wurden auch schon bereits Party Gäste reingelassen, sodass es einen riesen, Tumult gab.. Nach 30 min ergatterte ich dann meine Unzüchtige CD und auf der Jagd nach Autogrammen plauderte ich dann noch mit dem ein oder anderen von Unzucht. Es ging ja nicht anders, man kam ja weder vor noch zurück. Als ich dies erledigte wollte ich auch noch ein Andenken von Mono Inc. haben. Hatte ich sie doch heute das erste Mal gesehen. Katha Mia ist schnell gefunden, nett freundlich unterschrieb sie brav mit Widmung. Man ist die süß! - Zu Martin zu kommen stellte sich aber als unüberwindbare Aufgabe heraus, da er von so ziemlich allen belagert wurde.. und dann nach gut 40 min des Unterschreibens und in die Kamera Lächeln von zwei Herren nach hinten gebracht wurde - keine Zeit mehr hieß es. Nun ja , dann eben beim nächsten Mal. Zu guter Letzt noch die Jungs von Lord of the Lost suchen und mal quatschen - zu meinem Verdruss konnten sie sich tatsächlich an mich erinnern.. meinen Keksen sei Dank. Nachdem ich von ihnen auch die heiß begehrten Unterschriften hatte verzogen wir uns allerdings nach draußen und dann zum Auto. 
Das war also mein Jahresabschluss Konzert sehr sehr geil, wie ich fand. Ziemlich kaputt aber zufrieden wieder in Wuppertal. Nun kann auch 2013 kommen.

 

 

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