W E R B U N G

Samsas Traum - Matrix Bochum - 27.&28.09 2013

So meine Lieben,

heut schreib ich mal über ein mir persöhnlich sehr wichtiges Konzert in diesem Jahr. Nicht nur weil ich die Band seid mittlerweile 7 Jahre begleite, nein auch weil ich Samsas Traum erst zweimal gesehen hab. Einmal zum Abschiedskonzert in Bochum in der Matrix , und einmal im Juni 2013 auf dem Blackfield Festival. Vorab, Alexander Kaschte und Gefolge haben ihren alten Glanz nicht verloren. 

Aber fangen wir vorne an, Freitag 17 Uhr Startzeit  auf nach Bochum in die allseits beliebte Matrix. Ich hatte mich rausgeputzt mit allem was dazu gehört : Zylinder, Corsage, Stiefel und ganz viel Schnick Schnack - Was sich im nachhinein als dumme Idee herausstellte :/
Weiter im Text, bei der Lokation angekommen war ich zugegebener Weise etwas schockiert. Es befanden sich schon knappe 70 Leute vor dem Eingang der Matrix was meine Chance auf die erste Reihe, naja quasi zu nichte machte. Nach dem ersten Bier & der Pommes ging es dann runter in die Katakomben.

Pünktlich und in sengender Hitze startete die Vorband um 20 Uhr. Eine Junge Frau und ein Keyboard, mehr nicht. Vic Anselmo hieß die Gute, und es schien als hätte niemand vorher etwas von ihr gehört oder gesehen. Ein paar wenige, unter anderem auch ich, kannten sie vom Blackfield als sie ein Duett mit Kaschte sang. Nunja, stimmlich Bombe.. doch Unterhaltung ist irgendwie anders. Und so wurde eine halbe Stunde zu einer heißen Ewigkeit.

Um 20:40 startete dann Samsas Traum, mit einem sich selbst feiernden und herrschaftlich imposanten Intro betrat die Band um Frontman Alex die Bühne. Es wurde laut, es wurde gejubelt, es wurde heiß heiß heiß! - Man begann mit dem Song "Für Immer "  welches nur der Anfang einer Reise wahr die ich vorher noch nie bestritten hatte. Von  "Antartica" und "Tineodea" über Klassiker wie "Endstation Eden" und "Stromausfall im Herzspital" war alles für den geübten Samsas Traum Hörer dabei. Mit sehr viel Vodka und einer Handpuppe die einen Raben darstellte der auch noch krächste ging es dann in "Die Zärtlichkeit der Verdammten". Schön!

Mittlerweile hatte ich zwei Wall of Deaths & einen Circle Pit ums Mischpult überlebt und ich wollte nur eines: WASSER! - Aber nein! Nach nunmehr fast 2 Stunden Konzert gab es immer noch mehr und mehr und noch einen und noch einen... Das letzte Stück wurde um 23 Uhr gespielt. Die heiß (wörtlich zu nehmen) ersehnte "Kugel im Gesicht" und jetzt tobte die Matrix endgültig.  Ein Misch aus Moshpit und Wall of Death zog sich durch den engen schlauchartigen Konzertraum. Schluss. Die Band verabschiedete sich höflich und verschwand. Und ich war mit meinen Eindrücken sichtlich überfordert. Soviel Peng Bumm Puff und Kreisch! Auf einmal. - 

Im Anschluss ging es an den wie immer viel zu vollen Merch stand und dort ergatterte ich dann ein T-Shirt & zwei Autrogrammkarten. ( Das sie auch unterschrieben würden ahnte ich zu dieser Zeit noch nicht. ) Etwas fertig lief man dann ein wenig Ziellos durch das alte Gebäude bis man sich zur guten Musik gesellte. - Ein blick zum Merch und Huch! Da wahr er, the one and only Mr. Alexander Kaschte und saß mit Lesebrillchen und netter Mimik gute gelaunt da und unterschrieb alles was man ihm vor die Nase hielt. "Schön!" Dacht ich mir und auf hin - Mittlerweile wuchs dann doch die Angst. Man kennt ihn ja schon, das charmante Arschloch von damals, nie um eine Beleidigung verlegen. "Da musst du jetzt durch" dachte ich und stiefelte hin. Ich lächelte nett, er lächelte zurück, unterschrieb sein Zitat Kaschte:" Gephotoshoppes Bild ", und fragte noch ob ich ein Foto haben mag. Nein,dazu sah ich bei weitem zu fertig aus. Ich lehnte dankend ab und verschwand. "Netter Kerl" - dachte ich und mit einem guten Gefühl freute ich mich auch Tag Zwei.



Tag 2

Nachdem ich den ersten Abend recht gut überstanden hatte, zog ich doch vor heute etwas "bequemer" zu gehen und zog nur ein Fanshirt an mit einem schlichten Rock, reicht ja auch.
Wieder um 17 Uhr an der Matrix angekommen wahr schon wieder so ein Wirbel da. Wieder so viele Leute - Na toll und wieder keine erste Reihe.  Die Bekanntschaften die wir am gestrigen Tag geschlossen haben gesellten sich zu uns und so chillte man draußen bei Bier un Chips und wartete ungeduldig auf den Einlass. 

Pünktlich wie ein Uhrwerk wurden die Tore in die Unterwelt um 19 Uhr aufgemacht. Und wieder sehr pünktlich um 20 Uhr begann die Vorband. Diesmal stand ich leider nicht so weit vorne wie gestern sonder nun eher in der Mitte 4-5 Reihe. Naja die netten Herren vor mir haben Platz gemacht und so konnte ich laufender Meter auch was sehen.

Jovian Spin hießen die Einheizer heute und ich muss sagen: Besser, nicht gut aber besser.
Es war eine Mischung aus Industrial und Heavy Metal, eigentlich ganz schön wenn nicht jedes Lied gleich klingen würde. Die halbe Stunde ging nicht weniger kalt aber schneller rum als gestern und so wartete man wieder gespannt auf die Ankunft der Band.

Heute war ein Akkustik Set zu erwarten und so warteten wir geduldig bis die 4 dann auch brav auf ihren Stühlen saßen und loslegten. - 5 Lieder Akkustik, gab es auf die Ohren mit u.a "Sag das Zauberwort" - "Endstation Eden " und " Stromausfall im Herzspital". Wundervoll. Unglaublich bewegend und super super schön. Ich wahr hellauf begeistert. Nach diesem wirklich schönen Anfang ging es weiter mit "Ein Name im Kristall","Igel im Nebel" und dem noch nie live gespielten " Ich,dein Wolfsblut" - Dazwischen gab es immermal wieder Vodka an die erste Reihe, und auch die Band becherte gut mit. Langsam wurde es eng dort vorn und dann kam das Lied was ich so herbei gefürchtet hatte "Für immer" - Und wir mitten in der Wall of Death. Eingequetscht und durchgeschüttelt überlebte ich dieses mit ein paar Blessuren und wir verzogen uns nach hinten.

Von dort beobachteten wir ein wenig enttäuscht über die vielen Dopplungen zu gestern das geschehen auf der Bühne. Fast alle "Evergreens" wurden nochmal gespielt. Schade eigentlich, hätte man doch so viel mehr machen können. Eine Überraschung gab es jedoch noch, kurz vor Schluss schloss sich die Menge zu einem Chor zusammen und alles Brüllte "USA!" - Dem Wunsch wurde folge geleistet und ich hörte zum erste mal "Es wahr einmal" live. Schönes Ding dachte ich mir und  ging zur Bar als Herr Kaschte das 2. Mal an diesem Abend "Kugel ins Gesicht" anstimmte.

Den Rest des Abends chillten wir nach erfolgreicher Erkundung der Matrix oben im Rockpalast und gingen gegen 1 Uhr auch nachhause.

Alles in allem würde ich alles genauso machen aber früher herkommen. Denn Samsas Traum nicht in der erste Reihe mit zu machen ist quasi ein Todesturteil.
Angekündigt wurde im Frühjahr 2014 eine Asen'ka Tour und dort werd ich bestimmt wieder bei sein.

In dem Sinne " Und jetzt Raus hier - Raus! Raus!" :)

Isilein :)

Zum Seitenanfang