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Dudelsack-Drehleier-Unterricht Alex Zwingmann

Vogelinvasion im Knust - Sinride, Harpyie und Vogelfrey - 15.11.2013

Endlich sind Harpyie im hohen Norden zu sehen, nachdem ihr Konzert in Kiel abgesagt werden musste, zog es uns deshalb nach Hamburg. Als wir gegen 19:30 Uhr am Knust ankamen waren noch wenige Fans vorm Eingang, was sich aber von Minute zu Minute änderte. Gegen 20:15 Uhr war dann endlich Einlass und ich begrüßte noch ein paar Bekannte und Bandmitglieder bevor wir uns vor die Bühne begaben.

 

Um 20:45 Uhr betrat die Band Sinride aus Hamburg die Bühne. Sinride stehen für kraftvollen, melodischen Progressive Metal mit deutschen und englischen Texten.

Die 4 Jungs kamen mit 3 neuen Liedern im Gepäck, die es bisher nur als Livemitschnitte auf ihrem Youtube-Kanal gibt. Diese Songs waren „Sag es nicht“, „Komm mit mir“ und „Für immer“. Die restlichen Songs waren von ihrem Album „Evenfall“ und so entstand eine gute Mischung aus englischen und deutschen Liedern. Für meinen Geschmack waren manche Songs ein bisschen zu lang, aber der Auftritt war für den Opener des Abends schon mal richtig gut. Mal abwarten was man von den Hamburgern in der Zukunft noch alles erwarten kann.

Nach einer kurzen Umbaupause war endlich die Stunde der Harpyien gekommen. Harpyie sind für mich die Newcomer der Szene. 2013 spielten sie in Wacken und sind ab Frühjahr 2014 auf eigener Tour. Die Vögel aus Bad Oyenhausen haben gerade ihr neues Album „Willkommen im Licht“ raus gebracht und natürlich geben sie viele Songs davon zu ihrem besten. 

„Aus den Schatten“ flogen sie auf die Bühne und hießen uns dann „Willkommen im Licht“. In der heutigen Zeit vermisst man oft den „letzten Held“, zu dem man aufblicken kann.

Nach der Ballade gingen die Vögel mit uns auf Reise. Zuerst flogen wir nach „Jericho“ um die Stadt in Schutt und Asche zu legen. Anschließend wurde es eisig in „Antarktika“. Von der Sonne in die Kälte eben. Nach dem Titel "Wir sterben nie" rockten die Geflügelten mit ihrem Hit "Blutsbrüder" die Bühne. Natürlich durften die "Hexen und Halunken" nicht fehlen, bevor alle fast "Ausgebrannt" mit den "Sturmvögeln" das Ende des Konzertes einläuteten. „Wer seid ihr?? – Sturmvögel! Und wer sind wir?? – Sturmvögel!  Was wollt ihr sein??? – Sturmvögel!  Könnt ihr noch lauter schrein!!??“, grölte das Publikum lauthals mit.

Die Fans hatten natürlich nicht genug und starteten samt den Vögeln mit "Hundertdreißig" in den "Blindflug". Harpyie hatten das Publikum von Anfang bis Ende in ihrem Bann und machten ordentlich Stimmung.

Während der Umbauphase füllte sich der Saal immer mehr. Der Großteil der Fans war wohl wegen Vogelfrey da, was wohl auch daran lag, dass Jannik Geburtstag hatte und sie aus Hamburg kommen. Als Vogelfrey die Bühne betraten war die Stimmung schon am Kochen und sie wurde von Song zu Song immer besser.

Was stellt ihr euch unter „Blutgericht“ vor? Richtig, es war im Mittelalter ein Gericht, das die Todesstrafe aussprechen konnte. Und genau dorthin ging es für uns als erstes. Nachdem die Urteile gesprochen bzw verhängt wurden, ging es zum „Ball der Gehängten“ mit den „6 Vaganten“. Die Menge vor der Bühne tanzte und headbangte ausgiebig, so wie man es auf einem Ball halt macht. Beim Song „Schuld ist nur der Met“ bekam die Stimmung im Knust noch mal einen spürbaren Schub nach oben. Das lag daran, dass JEDER, aber auch wirklich JEDER, das Lied von Anfang bis Ende mit grölte.

Nach so einer Party mit Met und anderem Alkohol lässt sich bestimmt auch der „Freitod“ leichter durchführen, was bestimmt auch häufig im Mittelalter vorkam.

Ein weiterer Höhepunkt des Konzertes war ganz klar „Knut-Special“ wozu Knut Christophersen auf die Bühne kam. Wer kennt nicht alles das Lied „An de Eck steiht 'n Jung mit'n Trudelband“! Und so sagen die Fans vor der Bühne minutenlang:

 

 „Klaun, klaun,

Äppel wüllt wi klaun,

ruck zuck övern Zaun,

Ein jeden aber kann dat nich,

denn er muss aus Hamburg sein.“

Die Stimmung war fast am Explodieren!!!

Mit dem letzten Song vor der Zugabe begaben wir uns in die Manege, bzw in den Zirkus. „ Der Tusch!“ beschreibt eine Vorstellung in der römischen Zeit.

Als Zugabe gab es dann endlich „Feenfleisch“!!! Jannik kam mit einer Feenpuppe auf die Bühne und biss ihr während des Liedes den Kopf ab. Natürlich durfte hier das Blut nicht fehlen, welches ihm dann über den Oberkörper lief. Als Krönung kamen noch Kelaino, Gyronimus und Aello von Harpyie auf die Bühne um Jannik zu entführen. Während Kelaino und Gyronimus ihn fest hielten zog Aello Jannik eine Papiertüte über den Kopf und sie verschwanden von der Bühne. Die anderen Bandmitglieder von Vogelfrey spielten einfach weiter und die Fans sagen dazu.

 

Nach dem Massaker kam noch „Heldentod“ und „Puella Rufa“. Noch einmal gaben Band und Fans alles und so ging ein geniales Konzert zu ende. 

Wie es so üblich ist nach Konzerten redete man noch ein wenig mit anderen Besuchern und dann wurde sich von den Harpyien verabschiedet und wir fuhren gut gelaunt nach Hause.

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