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Virus 41 - Inclined

Deathcore als solcher ist eigentlich eher weniger meine Richtung. Aber als ich Virus 41 letztes Jahr beim Metal Invasion Festival in Straubing live gesehen habe und anschließend auch kennenlernen durfte stand fest, dass es sich hierbei um bodenständige Jungs handelt, die Spaß an ihrer Musik haben und damit für Unterhaltung sorgen. Ihr Debut – Album „Inclined“ erschien ebenfalls letztes Jahr und wir schauen uns mal an, ob die bayerischen Deathcor´ler mir auf der Studioversion ebenso Unterhaltung geboten haben wie bei ihrem Live – Auftritt und unseren Gesprächen danach.

 

Eines jedenfalls wird sehr schnell klar: Wer mit Deathcore, Metalcore und Death Metal rein gar nichts anfangen kann, sollte am besten gleich einen großen Bogen um das Album machen, denn diese Einflüsse sind am stärksten vertreten und mehr oder weniger andauernd präsent. Allerdings legen Virus 41 sich dennoch keinesfalls auf einen Stil fest, wodurch das Album erfreulich abwechslungsreich ausfällt und nicht so monoton daherkommt wie viele Deathcore – Veröffentlichungen, weshalb ich diesem Stil grundsätzlich eher weniger zugetan bin. Aber von reinem Deathcore kann hier wie gesagt ohnehin keine Rede sein. Die Vocals von Frontorgan Peter wechseln von irre tiefen Growls zu hohen Screams, welche wieder mehr an den Metalcore erinnern und einige der Instrumentalarrangements könnten sogar aus dem Melodic Death Metal stammen.

In der Kürze liegt die Würze, haben sich Virus 41 wohl bei ihrem Debut gedacht und das Konzept funktioniert: Etwa 30 Minuten lang wird mit sieben Tracks inklusive Intro ordentlich nach vorne gegangen. Lieder wie der Opener „Diarrhö“ und das darauf folgende „Bud Spencer“ sind Geschwindigkeitskanonen und so verhält es sich eigentlich das ganze Album über. Langsamere Passagen sind eine Seltenheit, die Gruppe setzt mehr auf Geschwindigkeit und die rasant gespielten Riffs bleiben recht gut im Ohr hängen. Dennoch wird ein gewisser Hang zur Melodik glücklicherweise aber auch nicht vernachlässigt und findet sich immer wieder in den Instrumentalisierungen der einzelnen Songs.

Insgesamt legen Virus 41 mit „Inclined“ ein echt gelungenes Debüt ab, das sich grob dem Death- oder Metalcore zuordnen lässt, aber durchaus auch andere Einflüsse bietet und daher einiges an Abwechslung mit sich bringt. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Blick auf diese noch recht junge Band zu werfen und ich persönlich bin schon sehr auf ihren weiteren musikalischen Werdegang gespannt. Derzeit soll eine EP in Arbeit sein, von der ihr hier sicher ebenfalls von mir lesen werdet.

 

Anspieltipps:

Diarrhö

Etepetete

Hans Dampfi

 

Wertung:     

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