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Sparta - Welcome to Hell

Sparta. Da denkt man natürlich erst einmal an muskelbepackte, grimmige Krieger, die sich mit langen Speeren und scharfen Schwertern voller Heldenmut in die Schlacht für das antike Griechenland stürzen. Wer aber denkt beim Klang dieses Wortes an eine britische Heavy Metal – Band? Tja, in unserem Fall verbirgt sich aber genau das dahinter. Sparta, eine Gruppe, die ihr Schaffen schon in den achtzigern begonnen hat, eine Auflösung dazwischen hatte und nun aber in der Originalbesetzung mit dem Album „Welcome to Hell“ vor den Türen des Headbangers steht.

 

Mit dieser Tür fällt die Band dann auch schon in Form eines Titelsongs als Opener ins Haus, der die musikalische Ausrichtung der Briten gleich einmal klarstellt: Man merkt hier und auch über die anderen Lieder hinweg den Einfluss größerer Heavy Metal – Brüder wie Iron Maiden oder Judas Priest, ohne jedoch auf eine gewisse Eigenständigkeit zu verzichten. Besonders die sehr angenehme und gut zur Musik passende Gesangsstimme besitzt ihren eigenen Charme. Dazu gesellen sich ein schlichter, aber gut im Ohr bleibender Refrain, bei dem schlicht und ergreifend der Song – und Albumtitel wiederholt wird, sowie ein hervorragendes Gitarrensolo und schon sitzt der Opener und Titeltrack, wie er sein sollte. Nicht die große Innovation, aber schon einmal ein sehr guter Start in das Album. 

„Angel of Death“ heißt der zweite Song und nein, uns erwartet damit kein Slayer – Cover, sondern ein mit sehr guten Riffs und abermals einfachem, aber gelungenen Refrain ausgestatteter Song, der dem Opener an Instrumentalarbeit und Eingängigkeit überlegen ist. Dies lässt sich auch über den Folgesong „Time“ sagen. Erneut haben wir sehr gute Riffs sowie einen etwas komplexeren Refrain, der sich nicht sofort erschließt aber einiges hermacht. Die Lyrics dieses Songs sind auch ansprechend gewählt und haben etwas ermutigendes an sich.

Auch die restlichen Songs besitzen größtenteils ganz eigene Erkennungsmerkmale, die sie außergewöhnlich machen. So ist „Soldier of Fortune“ etwa mit einem akustischen Intro und Outro ausgestattet, welches jeweils von einer wirklich tollen Gesangsleistung begleitet wird, „Arrow“ beginnt mit einem stimmigen Basssolo, was man in der Metal – Landschaft ja nicht all zu häufig findet. „Rock ´n´ Roll Rebel“ gehört auch zu den ganz starken Momenten des Albums, der Song bringt dieses in-der-Kneipe-mit-Whiskeyglas-sitzen – Gefühl mit sich, eines der Lieder zu dem man sofort aufstehen und die Luftgitarre glühen lassen will. Sehr eingängig und stimmig, wie ein großer Teil des Albums.

Nur der Mittelteil schwächelt meiner Meinung nach etwas. Lieder wie „Soldier of Fortune“ oder „Dreaming of Evil“ sind sicher nicht schlecht, aber qualitativ irgendwie nicht ganz von der Wucht wie der starke Anfangs – oder Schlussteil des Albums. Diese bieten aber immer noch genügend Material zum headbangen, mitgröhlen und geballte Power des klassischen Heavy Metal zu fühlen. Fans dieser Richtung sei das Album insofern also ans Herz gelegt, aber auch alle anderen sollten mal einen Blick, oder besser ein Ohr riskieren. Falsch macht man damit in jedem Fall nichts. Insgesamt ein wirklich gutes Album mit einigen echten Hits, die sich zum immer wieder hören eignen und sich so schnell ganz sicher nicht abnutzen.

 

Anspieltipps:

Welcome to Hell

Rock ´n´ Roll Rebel

Time

Wertung:     

 

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