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Dudelsack-Drehleier-Unterricht Alex Zwingmann

Frei.Wild - Still

Frei.Wild ist eine Südtiroler Band, die zugleich gehasst und geliebt wird. Sie wurden für den Echo nominiert, wurden dann auf drängen anderer Bands wieder ausgeladen,  und bekamen Goldauszeichnungen. Aber währenddessen gab es auch viele Protestwellen, „die höher und tosender kaum sein konnten“. Vier Jungs (Philipp Burger, Jonas Notdurfter, Christian „Föhre“ Forer, Jochen „Zegga“ Gargitter) fingen vor ca. 10 Jahren in Südtirol an Musik zu machen. „Ganz so wie sie waren – bodenständig, geradlinig und ein bisschen rebellisch. Rockmusik eben.“ Frei.Wild beschreiben ihre Musik und ihre Konzerte selbst als eine „Mischung aus Punk, Schlager, Rock, Bierzelt, Hymne, Feiern, Party und Gesangsstunde“. Ihre Texte sind auf Deutsch, „die weder philosophisch noch abstrakt noch gekünstelt sind“. Das Publikum/ die Konzertbesucher/ die Fans sind eine Mischung aus jung und alt, sowie Punker, Alternativer, Biker, Rocker, Partygänger usw. In den letzten 3 Jahren verdoppelten sich jährlich ihre Zuschauerzahlen. Ende des Jahres 2012 beendeten sie eine ausverkaufte Tournee zu dem Album „Feinde deiner Feinde“. Nur zweieinhalb Monate nach der Veröffentlichung des Albums gab es Gold.

Ihr kennt es normalerweise von mir, dass ich zu jedem einzelnen Song etwas schreibe. Diesmal mache ich es ganz anders, da „Still“ Songs beinhaltet die in rockigen Versionen schon auf anderen Alben existieren.

 

 

  

Mit „Still“ zeigen Frei.Wild dass ihre Songs auch in akustischen Versionen mit Klavier, Streichinstrumenten und Blasinstrumenten, sowie auch Zieh- und Mundharmonika überzeugen können. Aber nicht nur die Instrumentenvielfalt ist zu erwähnen. Nicht nur männliche Stimmen wurden als Backvocals aufgenommen, sondern auch weibliche Stimmen kommen diesmal zum Einsatz.

Bei den meisten Liedern hört man, dass Akustik nicht immer nur zum „hören“ ist. Bei vielen Songs kann ich persönlich nicht STILL sitzen.

Mehrere Songs aus den vergangenen Frei.Wild-Jahren wurden musikalisch, aber teilweise auch textlich umgeschrieben. Während ich diesen Text zusammenschreibe, höre ich auch einige ältere Songs von den vier Jungs und ich muss euch sagen, sie haben sich musikalisch ganz schön zum positiven entwickelt.

Bei einigen Songs hört man von den ersten Tönen an, welcher sich dahinter verbirgt. Aber bei anderen wurde meist nur der melodische Teil vom Refrain fast eins zu eins auf die akustischen Instrumente übertragen.

Halt! Zurückspulen --- und Stop!

Ich kann doch nicht anders. Ich muss einfach über ein paar Songs schreiben. Zum Glück gibt es ein paar neue Tracks auf der Platte und ich kann wieder zu meinem alten Schreibstil zurückkehren.

„Für immer Anker und Flügel“ ist der der erste Song nach dem Intro „Ein Erster Stiller Gruß“. Es ist kein langsames/ruhiges Lied. Von Anfang an ist Tempo angesagt. Es geht um Frei.Wild und für was sie mit ihren Liedern sagen wollen. Ich sag nur: „Für immer wild. Für immer frei.“

Einige Lieder später kommt dann die „Verdammte Welt“, unterstützt von verschiedenen Bläsern, um die Ecke. Egal wie schrecklich die Welt sein kann, aber es gibt genug gute/besondere Momente in der Welt/im Leben die es wieder gut machen.

Trauern und dann loslassen können. „Heiße Kälte“ ist ein Song der Mut machen soll, nach einem „dunklen“ Ereignis wieder das Glück zu sehen („das Dunkle weicht den Sonnenstrahlen“).

Soviel Umwege geht man, um den richtigen Weg zu finden. Mit „Was du liebst, lass frei“ fassen Frei.Wild dieses Thema in einem Song. „Manchmal führt ein Umweg auch zu Sicherheit … ins Glück.“

„Lügen und nette Märchen“ wurden uns in der Kindheit erzählt. Wenn man älter wird merkt man dann, was damals Wahrheit oder Lüge war. Kein Mensch ist ein Heiliger.

Man sieht ein, dass der Weg den man gegangen ist, nicht der Richtige war. „Es gibt nicht nur den einen Weg“ verdeutlicht, dass man nicht alleine im Leben steht. Irgendwo findet man immer jemanden, der einen bestimmten Weg mitgeht.

„Zeig große Eier und Ihnen den Arsch“ ist ein Song wo mir erst die Melodie auffiel und ich bekomme sie positiver Weise immer noch nicht aus dem Kopf. Worum es in diesem Lied geht, sagt der Titel meiner Meinung nach schon. Zeigt wer ihr seid und lasst die anderen reden was sie wollen!

Fazit: Es hat sich definitiv gelohnt, Geld für diese Scheibe auszugeben. Zu beginn dachte ich: Das ist nicht mehr wirklich Frei.Wild. Mir fehlte die E-Gitarre… Während ich mich mit den Album beschäftigt habe, stieg meine Begeisterung. Mein Plan für Ende März: Ich schenk mir selbst zum Geburtstag die Live-DVD von der STILL-Tour aufgenommen in Frankfurt. Ich bin mir sicher, dass es sich lohnt.

Euer PowerKampfZwerg

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