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Dudelsack-Drehleier-Unterricht Alex Zwingmann

CousCous - Paper Tiger

Das 2011 gegründete Acoustic Art Pop- Duo „CousCous“ kommt aus Dresden und veröffentlichte im Jahre 2013 bei purecords ihr Debutalbum „Paper Tiger“.

Die beiden Musiker Tine Schulz (Gesang) und Moritz Eßinger (Piano) schreiben ihre Lieder selbst und setzen dabei auf gefühlvollen Piano- Pop, der unter die Haut geht.

Ich durfte die Band im April 2016 das erste Mal live erleben (und interviewen) und mich selbst davon überzeugen, dass CousCous live halten, was ihre Musik auf ihren beiden Alben verspricht- wunderschöne Melodien, die zum Teil zu Tränen rühren, tolle Texte und eine unglaubliche Bühnenpräsenz und Ausstrahlung der beiden Musiker.

 

CD-Hülle und Booklet zeigen eine grüne, blumige Sommerwiese. Auf dem Cover des Album sieht man Tine und Moritz auf dieser Wiese liegen. Im Booklet selbst finden sich neben den Songtexten und Danksagungen einige Zeichnungen und sehr schöne und witzige Fotos der Band.

 

Hier die Tracklist:

  1. Paper Tiger

  2. Not a love song

  3. Snow White

  4. Rapunzel

  5. Come come

  6. Feathers

  7. Scaredy Cat

  8. Summer breeze

  9. Song of a bird

  10. Fine

 

Der „Paper Tiger“ tapst mit tollen Klavierklängen und einem zackigen Schlagzeug in die Gehörgänge und macht neugierig auf den Rest des Albums. Tine' s unverwechselbare Stimme setzt den Text gekonnt in Szene und harmoniert wieder einmal wunderbar mit den Instrumenten.

„Not a love song“ ist doch ein Liebeslied. Ein kleines, zartes Liebesliedlein, welches so tut als wäre es keines. Zuckersüß, verspielt und einfach schön („After all how can I prevent a fall into your arms?I open up and you take me by surprise with all you've got. Don't get me wrong- it's not a love song.“). Musikalisch ist hier der rote Faden von CousCous erkennbar. Moritz begeistert durch ein exzellent gespieltes Piano welches mit dem Gesang von Tine zu einer Einheit verschmilzt.

Mit ganz zarten Klavierklängen, die an die ersten Schneeflocken des Winters erinnern beginnt „Snow white“. Das Lied erzählt in dem Falle von CousCous nicht das Märchen von Schneewittchen, sondern erzählt davon, dass eine Frau/ ein Mädchen allein ihre kleine Welt versteht. Zeit zum Träumen!

In „Rapunzel“ geht es darum nicht auf jemanden zu warten, bis der sich endlich mal in die Pötte kommt, sondern sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das Lied erzählt davon, dass der auf den die Person in dem Song wartet seine Gründe hat nicht zu Person 1 zu kommen, aber dass das total egal ist, da es für das Leben von Person 1 keine Rolle spielt. Der Sound zum Text ist passenderweise frisch und frech. Dieses Mal setzen CousCous nicht auf die Kraft des Pianos, sondern haben eine fetzige Gitarrennummer gezaubert.

„Feathers“ ist wieder etwas ruhiger. Ganz leise und vorsichtig schleichen sich die Pianoklänge heran. Wunderbar gefühlvoll entlockt Moritz seinem Instrument die Töne, die Tine' s unverwechselbaren Gesang in ein weiches Gewand hüllen. Der Text lässt viel Spielraum für eigene Interpretationen. Auf den ersten Blick geht es darum, dass jemand in die Wälder und Berge geht und sich dort den Horizont und den Mond anschaut und dann Federn erblickt. Zeilen wie „Just the other night I heard you cry. The wind was biting so I sang my lullaby into the cold.“ lassen vermuten, dass vielleicht jemand besungen wird, der nicht mehr lebt. Wunderschön und irgendwie tröstlich.

In „Summer breeze“ erzählt der Sommer wie er sich verabschiedet und dass er nun nach Hause gehen wird. Auch dieser Text lässt Freiraum für eigene Interpretationen. Singt hier der Sommer oder erzählt jemand der verstorben ist, dass er „Sitting above up in the trees.“ und „On this day it's happening. Then I'll be floating with the wind. Going to where it all begins.“ ? Bei dem Song ist wieder einmal die Gitarre die Begleiterin zum Gesang. Eine besonders stimmungsvolle Ergänzung sind hier die Streicher, die bei dem Lied ihren großen Auftritt haben, aber keinesfalls dem Gesang die Show stehlen.

Im „Song of a bird“ erzählt ein kleiner Vogel über sein Leben. Locker-leicht und einfach niedlich. Habe ich schon erwähnt, dass ich Pianoklänge liebe? Für alle, denen es genauso geht, ist dieses Lied ein weiterer musikalischer Leckerbissen.

 

Fazit:

Mal peppig- poplastig, mal zart und verträumt. CousCous verstehen es eine hervorragende Mischung aus tiefgründigen Texten, frechen und klaren Botschaften, mitreißenden Klängen und verträumten Melodien zu kreieren. Wer unkonventionellen Piano-Pop mit viel Herz mag wird CousCous lieben! Für kleine und große Märchenprinzessinnen, Tagträumer, Freigeister, Fans von Piano- Pop, Katzenjammer und modernen Märchen. 

Weitere Infos, Tourdaten, etc. findet ihr hier:

http://www.couscousmusic.com/

https://www.facebook.com/CousCousMusic/

 

Wertung:     

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